Tragischer Pfusch beim Kaiserschnitt

Der Notfallärztin unterlief ein schwerer Fehler beim Eingriff. Das Resultat: Sie schnitt dem Ungeborenen in den Kopf – mit schlimmen Folgen!

Die Engländerin Emma Edwards (21) krümmte sich vor Schmerzen, als sie im Kreisssaal lag. Es gab Komplikationen bei der Geburt ihres Babys, und die Ärzte entschieden sich zu einem Notkaiserschnitt. Damit begann ein neues Drama. Der Ärztin unterlief ein schlimmer Fehler. Beim Eingriff  schnitt sie in das Köpfchen des Ungeborenen. Emma Edwards‘ Tochter Karmen trug dabei eine mehrere Zentimeter grosse Narbe zwischen Auge und Ohr davon.

Die völlig verzweifelte Mutter musste daraufhin 24 Stunden auf einen Schönheitschirurgen warten, der aus dem weit entfernten Aberdeen anreiste, um die Wunde zu nähen. Die Narbe wird dem Mädchen ein Leben lang bleiben. Emma Edwards klagte gegen die Ärztin, die sich herausreden will: Sie sagte, sie sei nicht darüber informiert worden, dass die Geburt schon so weit fortgeschritten war, sonst hätte sie mit dem Skalpell nicht so tief geschnitten.

Emma Edwards sagt: «Ich bin seit dem Vorfall traumatisiert.» Sie bezeichnet das Vorgefallene als «Desaster vom Anfang bis zum Ende.» Schon als sie mit Wehen morgens um acht Uhr in die Klinik kam, erhielt sie den Bescheid, dass sie später drankommen würde, weil es an jenem Tag angeblich so viele Notfälle gab. Noch um fünf Uhr abends kümmerte sich niemand um sie. Sie wurde damit vertröstet, dass sie am folgenden Morgen an die Reihe käme. Doch auch dann kam niemand bis um 12 Uhr mittags. Erst als die Patientin über immer stärkere Wehen klagte, wurde sie endlich in den Kreisssaal gebracht.

Das ist nun drei Monate her. Von der Klinik hat sie keine Entschuldigung bekommen. Sie hofft nun, dass ihre Klage gegen die Ärztin Erfolg hat, und sagt: «So eine Frau sollte nie mehr ein Skalpell in die Hand nehmen dürfen.»