Spass im Schnee – und neue Pläne

Es ist ein Heimkommen für sie: Die Wetterfee verbringt die Sportferien mit ihren beiden Söhnen auf der Axalp. Das sind Tage des Glücks, aber auch auf die Zeit danach freut sich die Moderatorin: Denn eine neue Herausforderung steht an.

Der Schnee glitzert in der Sonne, das Bergpanorama ist traumhaft – doch zwei kleine Ingenieure haben keine Zeit, solche romantischen Nichtigkeiten zu würdigen. Nelson (8) und Miles (7) konstruieren eine Bobbahn, graben im Schnee, formen den Kanal und schütten Wasser darüber, damit das Plastikspielzeug auch mit Karacho hinunterschlittern kann. «Wie sie miteinander beraten und diskutieren – herrlich», sagt Sandra Boner (43) und greift ihnen unter die Arme.

Die «Meteo»-Moderatorin verbringt mit ihren Söhnen eine Woche Sportferien auf der Axalp BE im Ferienhaus ihrer Mutter Louise, die mit Partner Hansjakob ebenfalls mit von der Partie ist. Sandra Boners Lebensgefährte Matthieu (43) streikt. «Er ist kein grosser Fan der Berge», erzählt sie. Sie selbst geniesst es seit über 20 Jahren, immer mal wieder von ihrer Heimat Solothurn hierherzukommen. Genau wie ihre beiden Schwestern mit ihren Familien: So trifft sich dann der ganze Boner-Clan. «Ich bin mit den Kindern jeweils in den Skiferien hier und einige Tage im Frühling und Herbst, eigentlich zu wenig. Hier oben – das ist für mich Familie, heimkommen, die Ruhe geniessen, abschalten.»

Wobei das, seit ihre Buben da sind, natürlich relativ ist. Sie habe das Gefühl, allein in den vergangenen zwei Tagen 700 Skischuhe an- und ausgezogen zu haben, sagt sie schmunzelnd. Nelson und Miles gehen in die Skischule und machen es laut der Mama wunderbar. «Ich bin sehr stolz auf sie. Die beiden haben erst letztes Jahr angefangen, und zuerst dachte ich: ‹Herrje, das ist eine Katastrophe.› Aber nach anderthalb Tagen ging es super. Skirennen zu schauen mit dem Papi hat gewirkt!»

Miles macht es denn auch wie die Abfahrtsprofis – möglichst schnell bergab. Nelson fahre bedächtiger und überlegter. So, wie es die Wetterfee auch von zu Hause kennt. Momentan zumindest sei der Ältere ein Kopf-, der Jüngere ein Bauchmensch. Und gemeinsam sind sie ein unschlagbares Team. «Sie haben es wahnsinnig schön miteinander, spielen zusammen, verstehen sich gut. Gestern kam ich dazu, als Nelson seinem Bruder etwas vorgelesen hat, das fand ich unheimlich herzig. Aber klar, sie kämpfen auch viel, schreien viel, alles ist viel – aber sie sind gesund und glücklich. Äs fägt!»

Wenn ihr Traumduo die Piste hinuntersaust, freut sie sich mit den zweien, Angst verspüre sie keine. «Die sind doch noch ‹gummig›. Da sorge ich mich mehr, dass meine Mutter hinfällt. Ich merke es ja schon bei mir: Ein Sturz bedeutet drei Tage Schmerzen!» Sandra Boner stand ebenfalls schon von Kindesbeinen an auf den Ski, hat zwischenzeitlich aufgehört und nun mit den Jungs wieder angefangen. «Ich fahre sehr gern, es ist aber nicht so, dass es mich beim ersten Schneeflöckchen in die Berge zieht.» Sowieso hat sie ein zwiespältiges Verhältnis zum Winter – wegen der Temperaturen. «Ich bin ein ‹Gfrörli›, habe immer sehr, sehr kalt, so richtig mit schneeweissen Händen. Bei ‹Meteo› lachen sie mich schon aus, weil ich bis 30 Sekunden vor Sendebeginn mit zwei Jacken auf dem Dach stehe.»

Voller Einsatz für den Job, den sie nach 16 Jahren immer noch gerne macht. Der Lust auf Abwechslung und neue Herausforderungen gibt sie trotzdem nach. Ende Februar lege sie eine Prüfung ab, ihr Wissen rund um die SRG wird abgefragt. Der Grund: Sie wird Guide. «Im Schweizer Fernsehen werden Besucher-Führungen angeboten, diese kann ich dann durchführen», erzählt Sandra Boner. «Ich weiss zwar noch nicht, wann und wie oft es zeitlich drinliegt, aber ich freue mich schon sehr darauf.» Sie habe sich vorgenommen, in den Ferien noch zu lernen. Bisher ist das allerdings nur der Plan, schliesslich muss sie auch entspannen, die tolle Gegend geniessen – und 700 Skischuhe an- und ausziehen!