Nina und Peach Weber: «Mein Papi macht Witzli»

Wie es ist, einen Komiker zum Vater zu haben? Für Tochter Nina, die ihn jedes Wochenende besucht, einfach lustig.

 

Nein, für die Schulkollegen sei es nichts Besonderes, dass ihr Papa ein Komiker sei und sein neues Programm inklusive CD «Mr. Gaga» benannt habe. «Warum auch, Lady Gaga ist schliesslich ‹in›», bringt es die 15-jährige Nina auf den Punkt. Für die Tochter von Peach Weber (58) aus seiner früheren Ehe mit der «TeleZüri»-Wetterfee Jeannette Eggenschwiler ist es normal, so einen witzigen Vater zu haben. «Ich finde es lustig, was er macht», sagt sie lakonisch. «Seine Gags gefallen mir.» Wenn Nina früher gefragt wurde, was ihre Eltern beruflich machen, lautete ihre Antwort: «Papi macht Witzli, Mami verzellt Wölkli.» So  einfach ist das. Kinderlogik!

 

Peach Weber, wohl bekanntester und auch beliebtester Komiker der Schweiz, wohnt in Hägglingen AG und freut sich jedes Wochenende auf den Besuch von Tochter Nina. Dann quatschen die beiden, machen Spiele wie «Karrierepoker », schauen zusammen TV, gehen ins Kino oder in ein Restaurant auf ein Cordon bleu oder Mistkratzerli. Hat er sich schon mal Gedanken gemacht, dass die 15-Jährige eines Tages das Wochenende mit einem Freund dem mit dem Papa vorzieht? Peach Weber: «Klar, darauf kann man sich vorbereiten. Man muss ja irgendwie schon Abschied nehmen von einem Kind, wenn es mit vier oder fünf Jahren die ersten ‹Gschpänli› hat. Ich hoffe, dass Nina spätestens mit 25 Jahren ihren Weg gefunden hat. Was immer sie machen wird: Ich werde sie in allem unterstützen.»

 

Der Aargauer Comedian ist einerseits Fatalist, nach dem Motto: Wenn es passiert, passiert es eben. Anderseits sieht er das bare Leben sonnenklar: «Wenn Nina einen Tubel heiraten sollte, müsste sie sich auch von einem Tubel scheiden lassen. Weil der wahrscheinlich schon immer ein Tubel war. Ändern jedenfalls kann man nach der Heirat niemanden langfristig. Abgesehen davon: Wenn eine Beziehung gut war, haut keiner einfach so von einem Tag auf den anderen ab. So einfach ist das.»

 

Der Ex-Lehrer Weber grübelt lange, wenn er ein neues Programm erarbeitet. «Das Publikum ist der einzig legitime Qualitätskontrolleur. Deshalb mache ich nie eine Premiere mit Käseküchlein und Promis im Publikum. Weil die arrogant dasitzen, kaum klatschen und sich denken: Na, dann zeig mal, was du drauf hast.» Die ersten Vorstellungen dauern über zwei Stunden. Auf der Heimfahrt hört sich Peach im Auto das Programm an und streicht das heraus, was nicht ankam. «So etwa nach der zehnten Vorstellung stimmt es in etwa», erklärt er. «Gemäss Experten habe ich 33 Jahre alles falsch gemacht. Aber ich bin noch da.» Jetzt als Baby mit Bling- Bling-Kette auf dem CD-Cover. «Gag und AG = Gaga.» Aha!

Hier das Video zum Lied „I be en Aargauer“ aus einem vorigen Programm