Er will für seine Kinder gewinnen

Sein Sohn und seine Töchter sollen ein besseres Leben haben, als er es hatte. Deshalb träumt er von einem Sieg bei „Deutschland sucht den Superstar“.

Wie charmant! Selbst am Telefon schafft es Menowin Fröhlich (22), mich beinahe zum Erröten zu bringen. „Dein Akzent ist voll süss! Eigentlich sollte ich dir zuhören, nicht du mir“, schwärmt der Favorit der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“. Und doppelt gleich nach: „Bist du so schön, wie deine Stimme klingt?“ Aber nicht nur von meinem Schweizer Akzent ist er begeistert, auch von unserem Land an sich. „Ich fahre gerne Ski, bin ein Winter-Typ. Es wäre toll, bei euch Ferien zu machen!“ Dazu hatte er bisher keine Chance: Seine Kindheit war hart, seine Mutter nahm ihn sogar mit zu ihrem Drogen-Dealer!

Auch er kam auf die schiefe Bahn. Und als der Sänger 2005 bei «Deutschland sucht den Superstar» teilnahm, musste er aufgeben, weil er ins Gefängnis kam, u.a. wegen Körperverletzung. Während eines Hafturlaubs türmte er, versteckte sich zwei Jahre lang–ummit der Freundin zusammen zu sein. Die beiden haben einen Sohn (3) und zwei Töchter (19 und 6 Monate). Als das zweite Kind kam, stellte er sich, sass die Strafe ab.

Jetzt will er die Show gewinnen, für seine Kleinen. «Sie sollen nicht so aufwachsen müssen wie ich. Ich weiss, dass ich zu den Favoriten gehöre, aber es kann alles passieren. Wenn ich bei den Entscheidungen auf der Bühne stehe, mache ich mir fast in die Hose», erzählt er. «Ich habe Angst, dass ich meine Musik nicht zum Beruf machen kann, denn einen anderen Plan habe ich nicht.»

Von der Mutter seiner Kinder ist er getrennt, sie will ihn aber zurück. Gibt’s ein Liebes-Comeback? «Nein», sagt Menowin. Auch eine andere gäbe es nicht.«Es ist schön, eine Freundin zu haben, ich brauche viel Wärme und Streicheleinheiten. Aber eine Frau will doch, dass ihr Mann bei ihr ist, das kann ich im Moment nicht bieten. Zudem würde ich mich ständig fragen, ob sie mich oder die Show liebt, die ich auf der Bühne abziehe.»

Und wenn es die Zeit zulässt, hätten da auch Schweizerinnen Chancen bei ihm? «Ja», sagt Menowin. Und fügt verschmitzt hinzu: «Ich rufe dich dann an!»