Das wurde aus Rosanna Arquette

Wild, witzig und selbstbewusst: Die Schauspielerin zählte einst zu den Topstars. Auch heute gibt sie sich noch immer kämpferisch.

Leo Lüthy

Rosanna Arquette Portrait Session
Vom It-Girl und der «Playboy»-­Poserin zur Schauspiel-Ikone und Menschenrechtlerin: Rosanna ­Arquette hat ein ­bewegtes Leben hinter sich. Getty Images

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Alles Arquette oder was? Es gab eine Zeit, da war der Name Arquette in Hollywood fast unvermeid-lich. Die Arquette-Geschwister Rosanna, Patricia, David und Alexis bildeten eine kleine Film­dynastie. Und Rosanna Arquette (66) galt in den Achtzigern als das It-Girl der New Yorker Szene. Die blonde Schönheit hatte aber immer eine Vorliebe für europäi-sches Kino. Gleich nach ihren ersten Erfolgen mit «Die Zeit nach Mitternacht» von Martin ­Scorsese (83), und «Susan ... verzweifelt gesucht» mit dem späteren Superstar Madonna (67) ging sie nach Europa, um mit Luc Besson (66) «Im Rausch der Tiefe» zu drehen. «In Europa werden einfach die besseren Filme gemacht», sagt sie über ihre frühere Rollen­wahl. Und es sollten ­viele ­weitere Filme folgen. ­Inzwischen sind es über 160 Filme ge­wor­den, in denen die Mimin mitwirkte – und das Drehen geht munter weiter. Auch in ­Sachen Ehemänner ist Ros­anna Arquette fleissig am ­Arbeiten. Vier Kurzehen sind es bislang geworden. Der letzte Versuch mit dem Invest­mentbanker Todd Morgan (65) scheiterte vor vier ­Jahren. «Nun, ich ­geniesse jetzt halt ­wieder mein Single-­Leben und widme mich den wichtigen Dingen im Leben», meinte sie jüngst.

Zwischen New York und Malibu

Und das sind vor allem ihre Kämpfe für die Rechte von Schwächeren. «Meine Eltern waren Aktivisten, und so bin ich es auch geworden. Bürgerrechte, Menschenrechte und Umweltschutz sind mir wichtig, und dafür kämpfe ich mit all meinen Mitteln», sagt die New Yorkerin. «Aktuell noch mehr denn je, weil ich in einem Land lebe, das leider von einem Diktator geführt wird. Es ist beängstigend», sagte sie kürzlich dem «Guardian».
Heute geniesst sie «das Leben mit und in der Natur».
Heute geniesst sie «das Leben mit und in der Natur».Imago
Heute geniesst sie «das Leben mit und in der Natur».
Heute geniesst sie «das Leben mit und in der Natur».Imago
Rosanna Arquette pendelt oft von New York nach Malibu, wo sie eine schmucke Villa besitzt und dort «das Leben mit und in der Natur» geniesst. In den Schlagzeilen war Arquette vor wenigen Jahren auch mal, weil sie nach einem Autounfall in Malibu in ein örtliches Krankenhaus eingeliefert werden musste. Sie hatte die Kontrolle über ihren BMW verloren und war beim Parkieren in ein Einkaufscenter gedonnert. «Welche Schande», meinte sie danach. «Sehr stolz» aber ist sie auf ihre Tochter Zoë Bleu ­Sidel (31), die eine erfolgreiche ­Karriere als Schauspielerin und Modedesignerin eingeschlagen hat. «Sie macht mich richtig glücklich», sagt Mama Arquette.

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