Als knallharte Sarah Connor ballerte sich Linda Hamilton einst an der Seite von Arnold Schwarzenegger (78) durch die «Terminator»-Streifen. Heute hat die 69-jährige Schauspielerin mit Hollywood zwar noch immer zu tun, verabscheut aber den dortigen Schönheitswahn und hat eine erfrischend entspannte Haltung zum Älterwerden entwickelt. «Ich verbringe keinen einzigen Moment damit, auf irgendeiner Ebene jünger aussehen zu wollen», erklärte Linda Hamilton jüngst. Sie habe sich vollkommen der Tatsache ergeben, dass ihr Gesicht das sei, was sie sich verdient habe. «Und es erzählt mir so viel», fügte sie hinzu.
Bei Anruf «Action»: Linda Hamilton im ersten «Terminator»-Film im Jahre 1984.imago images/Cinema Publishers Collection
Bei Anruf «Action»: Linda Hamilton im ersten «Terminator»-Film im Jahre 1984.imago images/Cinema Publishers Collection
Und das ist tatsächlich nicht wenig. Hamilton enthüllte auch, dass sie anstatt in Botox, Hunderttausende von Franken in ihr mentales Wohlbefinden investiert habe. Sie hatte in der Vergangenheit schon mehrmals offen über ihre bipolare Störung und Depressionen gesprochen: «Nachdem ich sehr lange an mir selbst gearbeitet habe, scheine ich nun endlich das Gleichgewicht und die Stabilität gefunden zu haben.»
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Andauernde Wortgefechte im Kopf
Linda Hamilton hat ihre bipolare Erkrankung als permanenten Kampf mit sich selbst beschrieben. «In meinem Kopf laufen dauernd Wortgefechte ab», sagte sie dem «Zeit»-Magazin. Ihre überschüssige Energie breche sich in ihren Träumen Bahn – was ihr helfe, «halbwegs gesund zu bleiben». «Das Gift in mir, die Angst, die Wut, die Verletzlichkeit – all das fliesst in meine Träume ein. Danach muss ich diese Gefühle nicht mehr im Alltag ausleben», sagte Hamilton.
Von der jungen Hollywood-Schönheit zur Vorbild-Mimin: Linda Hamilton steht zu ihrem Alter und ihren Falten.imago/ZUMA Press
Von der jungen Hollywood-Schönheit zur Vorbild-Mimin: Linda Hamilton steht zu ihrem Alter und ihren Falten.imago/ZUMA Press
Menschen mit einer bipolaren Störung leiden häufig ohne erkennbare Gründe an extremen Stimmungsschwankungen. Hamilton war 40 Jahre alt, als sie die Diagnose erhielt.
Schwer zu schaffen machte ihr 2020 auch der plötzliche Tod ihrer Zwillingsschwester Leslie. Die zwei hatten eine so innige Verbindung, wie sie eben nur Zwillinge haben. Im Film «Terminator 2 – Tag der Abrechnung» wirkte Leslie gar als Stunt-Double für ihre Schwester mit.
«Abgehakt» hat Linda Hamilton das Thema Männer. Nach zwei gescheiterten Kurz- und Kampf-Ehen wolle sie lieber zu sich schauen – und zu ihren zwei Kindern und dem Enkelkind.