Dank «Flashdance» zum Star

Das wurde aus Jennifer Beals

Sie tanzte sich einst über Nacht zum Liebling einer ganzen Generation. Heute ist sie ein ­Serien-Star und glückliche Mutter.

Leo Lüthy

Flashdance promo photos
Von der jungen und scheuen Tänzerin zur engagierten Schauspielerin: Jennifer Beals hat bis heute nichts von ihrer grossen Ausstrahlung verloren. Getty Images

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Der Song «She’s a Maniac» schepperte aus den ­Boxen und Jennifer ­Beals tanzte sich dazu die ­Seele aus dem Leib. 1983 kam der Film «Flashdance» in die Kinos und rüttelte auch die Tanzfaulsten wach. «Das Mädchen, das unsere Jugend mitreisst», schrieb die «Bild»-­Zeitung damals. Männer begehrten sie, Frauen wollten sein wie sie – und legten sich ihren Look zu: Shirts ohne Bündchen, Stulpen, Leggings, zerschlissene Jeans. Die 19-jährige Jennifer Beals mit ihrem braunen Lockenkopf und den Kulleraugen wurde zum Gesicht eines neuen Hypes.

«Für mich war immer klar, dass das alles nicht real ist», sagte Beals einst in einem Radiointerview über ihren «Flashdance»-Ruhm. Und: «Ich war nie die junge Frau, die berühmt werden wollte. Aber ich wusste, dass ich einen Weg finden musste, um genug Geld für die Uni zu verdienen.» Nach dem Riesenerfolg mit «Flashdance» blieben grosse Rollenangebote eine Weile aus. Erst 2004 machte sie wieder auf sich aufmerksam: Mit der Serie «The L Word» sprengte ­Beals im prüden Amerika sämtliche Konventionen. Das Thema Homosexualität wurde offen und unverkrampft ent­tabuisiert. Seit 2019 ist sie auch in der Fortsetzung und in dutzend anderen TV-Serien zu sehen. In der Öffentlichkeit gibt sich die Schauspielerin stets sehr zurückhaltend, bis heute spricht sie in Interviews selten über Privates. Nicht mal die Namen ihrer Haustiere will sie verraten.

In ihrer zweiten Ehe

Was wir wissen: Beals ist mittlerweile in zweiter Ehe mit Filmtechniker Ken Dixon verheiratet. Mit ihm hat sie eine 20-jährige Tochter und ist Stiefmutter zweier Kinder aus ihrer ersten Ehe. Privat engagiert sich die Schauspielerin für den Klimaschutz. Auf ihrer Instagram-Seite zeigt sich die heute 62-Jährige als tatkräftige Supporterin der «Fridays for Future»-Bewegung. Zudem kämpft sie engagiert für die Rechte von Schwulen und ­Lesben. Und was sie jüngst auch verriet: «Ich hatte für die Tanzszenen im Film nicht ein einziges Double. Ich hatte vier davon. Wenns schwierig wurde, sprang eine Profi­­tänzerin ein, und wenn auch das schiefging, stand da noch ein 16-jähriger Bursche.»

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