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«The Man with the Tan»

Das wurde aus George Hamilton

George Hamilton ist ein Star, dessen Leben selbst einen Film verdient hätte: Stets elegant, immer gut gelaunt, immer gut gebräunt. Ein wahrer Lebenskünstler.

Leo Lüthy

Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle: Schauspieler George Hamilton auf dem Höhepunkt seines Ruhms (1979).
Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle: Schauspieler George Hamilton auf dem Höhepunkt seines Ruhms (1979).Archive Photos

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In Amerika nennt man ihn liebevoll «The Man with the Tan», der Mann mit dem makellosen Teint. Und diese Gesichtsfarbe kombiniert Geor­ge ­Hamilton (87) gerne mit einem strahlenden Lächeln. Er ist der wohl charmanteste Zeuge des alten Hollywood.
Schon früh bewies der Schauspieler sein Talent für Komik – etwa als verarmter, bissiger Graf Dracula in der Kultkomödie «Liebe auf den ersten Biss» (1979). Es folgten weitere Film-Highlights und TV-Serien wie «Denver Clan».
Hinter der braun gebrannten Fassade steckt ein Mann mit messerscharfem Verstand und grosser Disziplin. «Ich bin eigentlich ein Relikt aus einer ­anderen Ära», weiss Hamilton und verrät gerne sein Lebensmotto: «Eine gesunde Haut­farbe ist das Erste, was man braucht, dann ein Paar Slipper und ein Gefühl für Humor.»

Unzählige Affären

Privat präsentiert sich der einstige Vorzeige-Playboy nach bewegten Jahrzehnten und unzähligen Affären mit Stars wie Elizabeth Taylor (1932–2011), einigen «Miss World»-Siegerinnen und einer US-Präsidententochter heute deutlich beständiger. George Hamilton hat immer wieder mal längere Beziehungen. Und das familiäre Band zu seiner Ex-Frau Alana Stewart (81) und seinen Söhnen ­Ashley und George Thomas ist sehr eng.
Beruflich lässt sich Hamilton nach wie vor auf exklu­siven Gala-Veranstaltungen sowie in TV-Auftritten feiern und ist ­offen für neue Filmrollen. Nebenbei führt er auch als Moderator durch sym­phonische Sonderkonzerte, bei denen er das Publi­kum durch das Programm begleitet oder Texte ­rezitiert. «Die klassische Musik ist ein grosses Hobby von mir und macht mich glücklich.»

Gesundheitlich ist Hamilton dank eines kompromisslosen Lebensstils in bester Verfassung. «Ich bin mein eigener Arzt», erklärt er. Auf seinem Plan stehen täglich Meditation, Spaziergänge, nährstoffreiche Grünkohl-Shakes sowie der konsequente Verzicht auf Zucker und Alkohol. «Ich habe mich selbst nie zu ernst genommen, weil das Leben an sich schon schrecklich ernst ist», resümiert er ­treffend.
Jüngst behauptete er, dass er nach einer Operation die eigene Biographie lesen musste, um wieder zu wissen, wer er sei. Nun: Ist es nicht wahr, ist es wenigstens gut ­erfunden.

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