Der Bösewicht in Hollywood

Das wurde aus Christopher Walken

Christopher Walken spielt oft finstere Figuren und Bösewichte. Zu Hause mag er's ruhig und beständig. Und seine unendliche Ehe ist absoluter Hollywood-Rekord!

Leo Lüthy

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Film-Klassiker: Christopher Walken in «Die durch die Hölle gehen». IMAGO/mptv

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Wer hätte das gedacht? Er liebt Katzen, Spaghetti und Musicals. Er kann singen, tanzen − und natürlich herrlich böse Charaktere spielen: Christopher Walken (83) gehört zur Gilde der allergrössten Hollywoodstars. Mit seinen markanten Gesichts­zügen und seiner unvergleichlich düsteren Mimik drückt er jedem Film und jeder TV-Serie den Stempel auf. Christopher Walkens unvergleichliche ­Karriere ist die ­eines wahren Cha­rakter­darstellers. Er hat alle Genres im Blut und gilt für viele seiner Schauspielkollegen als grosses Vorbild. Mit dem Kultfilm «Die durch die Hölle ­gehen» wurde er 1978 zum Weltstar und wurde dafür mit einem «Oscar» ausgezeichnet.
Party fot the Opening Night of "Edmund Kean"
Langzeit-Ehe: Christopher ­Walken mit Ehefrau Georgianne.Ron Galella Collection via Getty Images
Party fot the Opening Night of "Edmund Kean"
Langzeit-Ehe: Christopher ­Walken mit Ehefrau Georgianne.Ron Galella Collection via Getty Images
Rekordverdächtig ist auch die Ehe des amerikanischen Schauspielers. 1963 lernte er Gattin Georgianne (82) kennen. «Sie war Casting-Agentin und ich auf Tour mit dem Musical ‹West Side Story› in Chicago unterwegs. Es war Liebe auf den zweiten Blick», erinnert er sich. Und sagt dann augenzwinkernd: «Wir sind inzwischen 57 Jahre verheiratet. Wir kochen zusammen Pasta, essen zusammen und ­reden oft ­wenig. Wir sind einfach gut aufeinander eingespielt. Ein typisches altes ­Ehepaar eben.»

Glücklich kinderlos

Kinder haben die Walkens keine. «Und ich bin froh, dass wir keine haben», sagt der Mime bestimmt. Er habe Neffen und Nichten, die er über ­alles liebe, aber er sei jeweilen «sehr froh», dass sie wieder gingen. «Ich liebe es einfach, wenn ich meine Ruhe habe.» Kein Wunder, dass er da leise Samtpfoten liebt: «Meine Katzen sind sehr anhänglich, die älteste folgt mir überallhin. Sie hat mich gefunden, nicht umgekehrt. Ich bin auf meiner Terrasse gesessen und habe Kaffee getrunken und sie hat mich angestarrt. Sie kam jeden Tag, bis ich begonnen habe, sie zu füttern. Das war’s dann.»
June 16, 2024, New York, New York, USA: Christopher Walken attends Before the Movie: An introduction by Christopher Walk
Auch heute noch überzeugt Christopher Walken mit seiner unverkennbaren Mimik und einem durchdringenden Blick.Imago
June 16, 2024, New York, New York, USA: Christopher Walken attends Before the Movie: An introduction by Christopher Walk
Auch heute noch überzeugt Christopher Walken mit seiner unverkennbaren Mimik und einem durchdringenden Blick.Imago
Wenn Christopher ­Walken nicht vor der Kamera steht, und das tut er noch ­immer oft, lebt er das «lang­weilige Leben» eines «Antistars». Seinem deutschen Vater verdankt er die Arbeitswut und sein Bedürfnis nach penibler Sauberkeit. Und er ist so sparsam, dass seine Garderobe aus den vom Filmset mitgenommenen Kostümen, «die meistens besonders gut gearbeitet sind», besteht.

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