Prinzessin Victoria, Prinz Haakon und Co.

Verbunden über die Landesgrenzen hinweg

Royals leben aussergewöhnliche Leben. Wer könnte das besser nachvollziehen als ­ihresgleichen? Dafür sind die Mitglieder der Königsfamilien auch bereit, sich Freunde in ­ausländischen Palästen zu suchen. Diese Beziehungen halten schon seit ­Jahren.

Haakon und Victoria bei der Einweihung der schwedisch-norwegischen Polizeistation in Magnor
Prinzessin Victoria und Prinz Haakon verstehen sich bei Terminen, wie hier bei der ­Eröffnung einer Polizeistation, nicht nur gut. Sie sind auch befreundet. danapress

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Das royale Leben kann ganz schön einsam sein. Denn obwohl die Mitglieder der Königsfamilien gegen aussen das perfekte Leben führen, sitzen sie im goldenen Käfig. Umso wichtiger sind Freundschaften mit Gleichgesinnten – Menschen, die die eigene Situation wirklich verstehen können. Kein Wunder also, suchen sich die Royals Freunde in anderen Königshäusern.
So ist es stets ein freudiges Wiedersehen zwischen Kronprinzessin Victoria (48) und Kronprinz Haakon (52). Erst vor wenigen Monaten nahmen die beiden einen ­gemeinsamen Termin wahr und weihten eine neue Polizeistation in Magnormoen ein, an der Grenze zwischen Norwegen und Schweden. Für die beiden war es aber nicht bloss ein offizieller Termin, sondern auch ein Treffen unter Freunden. Seit ­Jahren verbindet die beiden nämlich eine enge Freundschaft. Die beiden würden viele Geheimnisse und Herausforderungen des jeweils anderen kennen. «Enge Freunde sind zwar schön und gut, aber niemand weiss, wie es ist, auf den Thron zu warten. Auch nicht, mit welchen Problemen man als Mitglied der Königsfamilie bei der Arbeit konfrontiert werden kann», erklärt Königshauskennerin Jenny Alexandersson schwedischen Medien. So soll Victoria auch die erste Adlige gewesen sein, die nach der Verhaftung von Haakons Stiefsohn Marius Borg Høiby (28) ange­rufen hat. Auch jetzt, nachdem er unter anderem wegen vierfacher Vergewal­tigung angeklagt wurde, steht sie dem Paar bei. «Sie wird als loyale Freundin für Mette-­Marit und Haakon da sein», betont Adelsexpertin Ellen Myrgård Lindén.
Ihre Freundschaft geht jedoch schon weit länger zurück. Victoria, Haakon und König Frederik X. (57) sind ein Trio. Über den Dänen sagte sie vergangenes Jahr: «Da ich etwas jünger bin, war es für uns ganz natürlich, als Teenager und junge ­Erwachsene Zeit miteinander zu verbringen. Wir haben eine enge Beziehung, da er ­immer sehr beschützend und fürsorglich war.» Ebenso sei es mit Kronprinz Haakon gewesen, was ihr sehr viel bedeute. «Sie sind für mich wie grosse Brüder», so ­Victoria. Die drei ­telefonieren regelmässig und schreiben einander Nachrichten. Sie sind aber nicht die einzigen Blaublüter, die über die Landesgrenzen hinweg eine Freundschaft pflegen.

Verbunden durch Kunst

Eine enge Beziehung besteht auch zwischen König Felipe VI. (57) und König ­Abdullah II. (63). Das machte der ­Jordanier erst vergangenes Jahr wieder deutlich, als er den spanischen Monarchen in seiner Heimat empfing. «Es war mir eine wahre Freude, meinen Freund und Bruder, König Felipe VI. von Spanien, dieses Wochenende in Jordanien ­begrüssen zu dürfen», sagte er ­damals. Gemeinsam konnten sie herzlich lachen.
Zu den längsten Freundschaften dürfte jene von ­Königin Sonja (88) und Alt-­Königin Margrethe II. (85) zählen. Dass die Chemie ­zwischen den beiden stimmt, kommt wenig überraschend. Denn die beiden teilen dieselbe Leidenschaft für Kunst. Vor zehn Jahren organisierten sie sogar schon einmal eine gemein­same Ausstellung. Die beiden helfen sich aber auch gegenseitig. «Als ich der Königs­familie beitrat, war ­Königin Margrethe eine Stütze für mich. Sie war wahrscheinlich sogar meine grösste Stütze. Sie half mir immer bei praktischen Fragen, etwa, was geschieht und wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten sollte. Das hat sich in all den ­Jahren fortgesetzt, sie war eine grosse Unter­stützung», erzählte Sonja einst.

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Mehrere Generationen

Privat harmoniert es auch bei Königin Mathilde (52) und Königin Máxima (54). Die Belgierin und die Niederländerin mit argentinischen Wurzeln treffen sich nebst offiziellen Anlässen auch immer wieder hinter verschlossenen Türen. So reiste ­Máxima jeweils nach Belgien ins Spital, nachdem Mathilde ihre Kinder zur Welt gebracht hatte. Mathilde ist auch Tauf­patin von Máximas Tochter Prinzessin Alexia (20).
Ihre Freundschaft wird über ­Generationen weiter­getragen: die ­Königinnen ­Máxima (l.) und ­Mathilde geben ihre Bindung an ihre Töchter weiter.
Ihre Freundschaft wird über ­Generationen weiter­getragen: die ­Königinnen ­Máxima (l.) und ­Mathilde geben ihre Bindung an ihre Töchter weiter.danapress
Ihre Freundschaft wird über ­Generationen weiter­getragen: die ­Königinnen ­Máxima (l.) und ­Mathilde geben ihre Bindung an ihre Töchter weiter.
Ihre Freundschaft wird über ­Generationen weiter­getragen: die ­Königinnen ­Máxima (l.) und ­Mathilde geben ihre Bindung an ihre Töchter weiter.danapress
Die Chemie stimmt auch bei ihren Töchtern: Prinzessin Elisabeth (24) und Prinzessin Amalia (22) verstehen sich blendend. Immerhin kennen sie sich schon seit Kindheitstagen. Auf hoffentlich viele ­weitere Jahre Freundschaft!
Über die Autoren
Sarina Bosshard
Sarina Bosshard ist seit 2023 Royal-Expertin und Redaktorin bei der Glückspost. Ihr Herzensthema: die Königshäuser weltweit. Jahrelang begleitete sie das aktuelle Geschehen bereits als Unterhaltungsredaktorin beim «Blick». Heute liegt ihr Fokus darauf, die Welt des Adels durch ihr grosses Fachwissen, Expertengespräche und Recherchen greifbar zu machen. Beispiele dafür sind ein Interview mit dem Autor des Enthüllungsbuchs über König Carl XVI. und eine Einordnung zu den Auswirkungen der Krebserkrankung von Prinzessin Kate auf ihre Beziehung. Die Zürcher Oberländerin kümmert sich ausserdem um die Social-Media-Kanäle und die Webseite der GlücksPost.

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