Die norwegischen Royals stecken in einer turbulenten Zeit. Nun rückt Königsenkel Sverre Magnus mit seiner sympathischen Art in den Fokus. Ist sein Einsatz von Dauer?
Bislang galt Prinz Sverre Magnus (20) als zurückhaltend – doch auf einmal steht das jüngste Kind von Kronprinz Haakon (52) und Mette-Marit (52) im Rampenlicht. Im norwegischen Königshaus werden nämlich die Repräsentanten knapp: Mama Mette-Marit ist durch ihre schwere chronische Lungenkrankheit stark eingeschränkt; seine Schwester, Prinzessin Ingrid Alexandra (22), studiert fernab in Sydney, Australien, und auch das norwegische Königspaar, König Harald V. (89) und Königin Sonja (88), hat ein stolzes Alter erreicht, in dem es mehr Pausen braucht. Nun ruhen alle Hoffnungen auf Sverre Magnus. Er soll seinen Vater bestmöglich unterstützen. Für die norwegische Royal-Expertin Caroline Vagle ist klar: «Das Königshaus braucht ihn!»
An Einsatz mangelt es dem jungen Prinzen definitiv nicht. In den letzten Wochen hat der Dritte in der Thronfolge vermehrt offizielle Termine wahrgenommen. Mal ruderte er voller Elan mit seinem Papi auf einem Wikingerschiff, mal pflanzte er anlässlich eines Museumsjubiläums ganz souverän alleine einen Baum. «Es macht grossen Spass», meinte er, auf sein Engagement angesprochen. Dabei heimst der 20-Jährige nicht nur mit seiner bodenständigen Art Sympathiepunkte ein. In Norwegen wird er gar als so «warmherzig und humorvoll» wie sein Grosspapi beschrieben.
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Unklare Zukunft
Diese Charme-Offensive kommt dem Palast mehr als gelegen. Durch den Epstein-Skandal von Mette-Marit und den Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby (29) steht die Königsfamilie nicht gerade gut da. Ihr jüngster Sohn scheint ein absoluter Lichtblick zu sein.
Und dennoch ist seine Rolle in der Königsfamilie nicht geklärt. Wird er einmal eine Apanage erhalten und im Dienste der Krone arbeiten, oder geht er seinen eigenen Weg? Alle Zeichen deuteten auf Letzteres hin. Statt einem Studium oder einer Militärausbildung hatte er andere Pläne: Im Frühling vergangenen Jahres hat der Prinz mit Sverre Magnus Productions seine eigene Firma im Bereich Film- und Fotoproduktion gegründet. Wenige Monate später folgte er seiner damaligen Freundin Amalie Giaever Macleod (19) nach Mailand, die in der italienischen Metropole studiert. Der passionierte Fotograf wollte dort laut Palast selbst verschiedene Möglichkeiten erkunden, auch auf seinem Fachgebiet. Doch gemäss Medienberichten ist die Liebe zu Amalie, die ihn sogar zur Hochzeit seiner Tante begleitete, vor einigen Monaten zerbrochen.
2024 war noch alles anders: Sverre Magnus mit seiner Familie und seiner heutigen Ex-Freundin Amalie (l.).Imago
2024 war noch alles anders: Sverre Magnus mit seiner Familie und seiner heutigen Ex-Freundin Amalie (l.).Imago
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Nach diesem privaten Umbruch rückt seine norwegische Heimat nun wieder ganz in den Mittelpunkt. Ob er künftig als Vollzeitroyal arbeitet oder lediglich seine Familie in einer schwierigen Phase unterstützt, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass Haakon und Mette-Marit ihm den Freiraum lassen werden, seine Rolle im eigenen Tempo zu finden. Dennoch hat der Prinz bereits jetzt bewiesen, dass er für die Zukunft der Monarchie eine wertvolle Stütze sein kann.