Die Sorge von Kronprinz Haakon um seine Ehefrau Mette-Marit wächst und wächst. Die Norwegerin kämpft immer mehr mit ihrer chronischen Lungenerkrankung.
Besorgter Haakon: Beim norwegischen Nationalfeiertag wird deutlich, wie schlecht es seiner Ehefrau, Mette-Marit, wirklich geht. Auch Sohn Sverre Magnus ist an ihrer Seite. OHWOW
Leid, Angst und drückende Machtlosigkeit – es sind beklemmend schwere Gefühle, die im norwegischen Königshaus tagtäglich präsent sind. Die chronische Lungenfibrose von Kronprinzessin Mette-Marit (52) ist allgegenwärtig und bedrohlicher denn je. Die sonst so strahlende Norwegerin schafft es kaum noch, zu verbergen, welche immensen körperlichen Qualen sie über sich ergehen lassen muss. Atemnot und verminderte Leistungsfähigkeit sind nur einige der mit der Krankheit verbundenen Beschwerden. Bei ihrem jüngsten Auftritt am Nationalfeiertag spielten sich besorgniserregende Szenen ab: Sie musste immer wieder heftig husten, brauchte zwischenzeitlich einen Stuhl und Pausen, um überhaupt durchzuhalten.
Es sind Bilder, die für Kronprinz Haakon (52) nur schwer mitanzusehen sind. «Die Kronprinzessin ist schwer krank, und ich habe den Eindruck, dass es ihr in letzter Zeit etwas schlechter geht, daher mache ich mir Sorgen um ihre Gesundheit», sagt er nun in einer Pressekonferenz. Seit einigen Wochen zeigt sich Mette-Marit gar mit einem Sauerstoffgerät in der Öffentlichkeit. Der feine Schlauch in ihrer Nase ist eine stetige, schmerzhafte Erinnerung daran, wie prekär die Situation wirklich ist. Gemäss Haakon helfe der Sauerstoff zwar ein wenig im Alltag, «aber das ist natürlich keine zufriedenstellende Lösung». Schon seit Dezember letzten Jahres ist klar, dass Mette-Marit in Zukunft auf eine Spenderlunge angewiesen ist. Sie bereite sich auf eine Transplantation vor. «Allein der Gedanke, dass dies der nächste Schritt sein soll, ist schon ziemlich anstrengend, denn es handelt sich um eine Operation, die mit vielen Risiken verbunden ist», sagte sie damals. Haakon beschrieb die Situation gar als Trauerprozess und betonte: «Das Leben ist nun mal brutal.»
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Banges Warten
Doch nicht nur die Krankheit belastet die Kronprinzessin. In wenigen Tagen wird das Urteil gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby (29) erwartet. Unter anderem wegen Vergewaltigung fordert die Staatsanwaltschaft über sieben Jahre Haft. Für sie als Mutter ein absoluter Albtraum. Zu allem Überfluss holen Mette-Marit die düsteren Schatten der Vergangenheit ein: Ihre frühere Freundschaft zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953 – 2019) sorgte für einen Skandal und kostete sie das Vertrauen des Volks. Immer wieder verliert sie auch Schirmherrschaften. Diese emotionale Belastung und die lähmende Angst um ihr Kind sind pures Gift für ihren geschwächten Körper.
König Harald V. und Königin Sonja müssen immer wieder mal gesundheitliche Rückschläge hinnehmen.danapress
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Angeschlagene Eltern
Als wäre das nicht genug, gibt auch Haakons Mutter Anlass zur Sorge. Wegen Vorhofflimmern ist Königin Sonja (88) krankgeschrieben und muss sich ausruhen. König Harald V. (89), der dieses Jahr bereits wegen einer Infektion ins Spital musste, muss eine dreitägige Reise an der Westküste Norwegens deshalb allein antreten. Vom unermüdlichen Einsatz seiner Eltern trotz all dieser gesundheitlichen Einschränkungen zeigt sich Haakon «tief beeindruckt». Dennoch mahnt er besorgt: «Sie sind jetzt etwas älter. Natürlich müssen sie auch ihr Alter ein wenig berücksichtigen.» Ein schwacher Trost für einen Prinzen, der hilflos zusehen muss, wie drei seiner Liebsten leiden.