Charlotte Casiraghi

Leben im Schatten der Fürstenfamilie

Die Monegassin hat Grund zum Feiern. An ihrem 40. Geburtstag blickt Charlotte Casiraghi aber auch auf einige Hürden in ihrem Leben zurück.

Charlotte ­Casiraghi ist sich ihrer Privilegien bewusst und hat dennoch damit zu kämpfen.
Charlotte ­Casiraghi ist sich ihrer Privilegien bewusst und hat dennoch damit zu kämpfen. imago/ABACAPRESS

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Wenn Charlotte Casiraghi Anfang August ihren 40. Geburtstag feiert, richtet sich Monacos Aufmerksamkeit auf sie. Seit Geburt schon steht die Tochter von Prinzessin Caroline (69) im Rampenlicht. Und genauso lang hadert die Monegassin auch mit ihrem ­royalen Dasein. Denn oft werde sie auf ein Foto auf Hochglanzpapier reduziert, schreibt die studierte Philosophin in ihrem Buch «La Fêlure» (dt. «Der Riss»): «Alles, was mir wirklich wichtig ist – meine Überzeugungen, meine Persönlichkeit –, sieht kaum jemand durch dieses verzerrte Bild.» Kein Wunder, dass ihr Bedürfnis nach ­Privatsphäre gross ist. Den Trubel am Fürstenhof meidet sie, wann immer möglich. «Ich mag dieses ‹offizielle Repräsentieren› nicht besonders», sagte sie einst dem britischen «Telegraph». Für einen ­guten Zweck und ihre Familie springe sie zu besonderen Anlässen über ihren Schatten. «Aber das bringt Druck mit sich, die Leute beurteilen einen und erwarten viel von einem, wenn man einen offiziellen Status hat. Ich bin lieber frei», sagt sie.

Komplizierte Beziehung

Diese Sehnsucht nach Freiheit zieht sich schon durch ihr ganzes Leben – auch in der Beziehung zu ihrer Mutter. Diese beschrieb Casiraghi als «immer ambivalent».
Was Mutter und Tochter aber eint, ist ein Band der Trauer: Beide mussten viel zu früh einen geliebten Elternteil gehen ­lassen. Caroline verlor 1982 ihre Mutter, Grace Kelly († 52), und Charlotte war erst vier Jahre alt, als ihr Vater Stefano Casira­ghi († 30) 1990 bei einem Rennbootunfall tödlich verunglückte. Diese Verbindung schuf eine tiefe Nähe. Dennoch offen­barte die passionierte Springreiterin über das Verhältnis zu ihrer Mama: «Ich habe das Gefühl, dass man selbst dann, wenn man eigene Kinder hat, immer noch ­darum kämpft, seinen eigenen Freiraum zu ­haben.»
Diesen Freiraum nutzt die Monegassin am liebsten für das Wichtigste in ihrem ­Leben: ihre beiden Söhne Raphaël (12) und Balthazar (7). Mit ihren Kindern, die aus zwei früheren Beziehungen stammen, geniesst sie ihr Leben in Paris (F). Dass mit dem französischen Schriftsteller Nicolas Mathieu (48) wieder eine neue Liebe in ihr Leben getreten ist, macht ihr Glück komplett. Und so geht Charlotte Casiraghi mit 40 Jahren ihren ganz eigenen Weg.
Über die Autoren
Sarina Bosshard
Sarina Bosshard ist seit 2023 Royal-Expertin und Redaktorin bei der GlücksPost. Ihr Herzensthema: die Königshäuser weltweit.

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