Königin Elizabeth II. (†) und Andrew Mountbatten-Windsor

Zum Glück muss die arme Queen das nicht mehr erleben

Das schlimmste Szenario für den Andrew Mountbatten-Windsor ist eingetreten: Verhaftet und verhört überlässt ihn die Königsfamilie sich selbst. Eine fürchterliche Entwicklung, die seine 2022 verstorbene Mutter zutiefst schmerzen würde.

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Die Queen (†) hätte sich eine andere Zukunft für ihren Sohn gewünscht: Andrew Mountbatten-Windsor erlebte seinen schlimmsten Geburtstag in Polizeigewahrsam. Getty Images/Dukas

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Er galt stets als Lieblingssohn von Queen Elizabeth II. (1926–2022), doch über die Jahre hinweg hat sich Andrew Mountbatten-Windsor (66) zum Schandfleck der britischen Monarchie entwickelt. Und der Abgrund, in den er stürzt, scheint bodenlos.
Ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag bebte die Erde in Grossbritannien: Der ­Ex-Prinz wurde verhaftet! Der Vorwurf des Amtsmissbrauchs wiegt schwer. Elf Stunden wurde Andrew von der Polizei festgehalten. Während er auf der Wache in Aylsham vernommen wurde, durchsuchten die Beamten sowohl sein neues Zuhause auf dem Landsitz Sandringham als auch sein früheres Haus, die Royal Lodge. Ein Foto nach seiner Entlassung am selben Abend spricht Bände: Der Schreck steht ihm auf dem Rückweg ins Gesicht ­geschrieben.

Fatale Freundschaft

Seine Verwicklung in den Skandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019), mit dem er jahrelang befreundet war, hat ihn schon alles gekostet: seine Titel, sein Zuhause, seinen Platz in der Königsfamilie. Doch nun steht auch seine Freiheit auf dem Spiel. Eine Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs kann in Grossbritannien im schlimmsten Fall mit lebenslänglicher Haft bestraft werden. Der Bruder des Königs im Gefängnis? ­Unvorstellbar. Vorgeworfen wird ihm, während seiner Zeit als britischer Handels­beauftragter vertrauliche Berichte an ­Epstein geschickt zu haben. Die betreffenden E-Mails kamen durch die Veröffent­lichung der Epstein-Akten ans Licht. ­Darin erscheint Andrew zahlreich – auch mit neuen Bildern. Es ist der zweite schwere Vorwurf gegen ihn im Fall des Investmentbankers Epstein. Virginia Giuffre (1983 – 2025), die Sui­zid beging, zog Andrew vor Gericht, weil er sie als Minderjährige mehrmals sexuell missbraucht haben soll. Andrew bestritt das zwar, zahlte ihr 2022 aber dennoch eine Millionenentschädigung, um einem Zivilprozess zu entgehen.
Die aktuellen Schlagzeilen würden ­seiner Mutter, Queen Elizabeth II., das Herz brechen. Zu ihrem dritten Kind pflegte sie stets ein besonderes Verhältnis. Andrew ist ein Nachzügler, kam zehn ­Jahre nach seiner Schwester, Prinzessin Anne (75), zur Welt. Da stand Queen Elizabeth II. nicht mehr am Anfang ihrer Regierungszeit und konnte ihm deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken als noch ihren ersten beiden Kindern. Dass er 1982 als Hubschrauber­pilot im Falklandkrieg kämpfte, ­erfüllte sie mit besonderem Stolz. Auch ­später liess sie ihm seine Skandale durchgehen. Zwar entzog sie ihm ­seine militärischen Titel und Schirmherrschaften, doch soll es auch ­sie gewesen sein, die damals die Millionenentschädigung für Virginia Giuffre ­mit­finanzierte. Noch heute soll Andrew verzweifelt versuchen, aus seiner Mutter Vor­teile zu ziehen. So etwa beim Rauswurf aus der Royal Lodge. «Als man ihm sagte, er solle gehen, war er so arrogant und verblendet, dass er wiederholt schrie: ‹Aber ich bin der zweite Sohn der Queen, das könnt ihr mir nicht antun!›», so ein Insider.

Auf sich allein gestellt

Doch die Queen ist nicht mehr da. Und mit ihrem Tod verschwand auch ihr schützender Flügel über ihrem Lieblingssohn. Die Verhaftung jüngst macht endgültig klar: Andrew ist auf sich allein gestellt. Seine ­Ex-Frau, Sarah Ferguson (66), ist unter­getaucht – zwischenzeitlich offenbar in ­einer Zürcher Luxus-Klinik. Und seine jüngere Tochter, ­Prinzessin Eugenie (35), hat sich von ihm abgewandt. Auch von der Königsfamilie kann er keine Unterstützung erwarten. Schon der Fall von Marius Borg Høiby (29) im norwegischen Königshaus zeigt: Die Zeiten der Vertuschung sind vorbei. Und so sichert König Charles III. (77) den ­Behörden die uneingeschränkte Unterstützung und Zusammenarbeit mit der Königsfamilie zu. Es folge ein vollständiger, fairer und ordnungs­gemässer Prozess, in dem diese Ange­legenheit in angemessener Weise und durch die zuständigen Behörden untersucht werde. «Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen», betont Charles. Heisst: ­keine Sonderbehandlung, kein Familienbonus.

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Für die Königsfamilie geht das Leben normal weiter: Der britische Monarch ­besucht demonstrativ die London Fashion Week und seine Ehefrau, Königin Camilla (78), empfängt Mode-Ikone Anna Wintour (76) im Palast. Währenddessen muss ­Andrew vor der Justiz zittern. Man ­möchte fast sagen: Ein Glück, dass die Queen den end­gültigen Untergang ihres Lieblings nicht mehr miterleben muss.
Über die Autoren
Sarina Bosshard
Sarina Bosshard ist seit 2023 Royal-Expertin und Redaktorin bei der Glückspost. Ihr Herzensthema: die Königshäuser weltweit.

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