Normalerweise hangelt sich Joel Mattli von Stange zu Stange. Doch nun will der Zürcher, frisch erholt dank einiger Tage in Teneriffa, sein Können auf der Tanzfläche bei «Let’s Dance» beweisen.
Bald tauscht Joel Mattli (31) seine Turnschuhe gegen Tanzschuhe. Ab dem 27. Februar kämpft er in der RTL-Sendung «Let’s Dance» um den Sieg. Doch bevor das Tanzabenteuer beginnt, weilt er auf Teneriffa, «um noch etwas Sonne und Wärme zu tanken». Dass er einige Wintertage auf der kanarischen Insel verbringt, ist zu einem Ritual geworden. «Ich habe hier einen Rückzugsort in einem Surfcamp», erzählt Mattli, der leidenschaftlich gerne Wellen reitet. In der Vergangenheit nutzte er die Zeit zur Vorbereitung auf «Ninja Warrior», mit Läufen in den Bergen und Übungen am Strand. In dieser Show müssen die Teilnehmenden schwierige Hindernisparcours möglichst schnell überwinden. Mattli machte in mehreren Ländern mit, holte sich 2022 bei der österreichischen Ausgabe gar den Sieg. Bei «Let’s Dance» startet er nun aber wieder bei null, denn richtige Tanzerfahrung hat er bis jetzt keine.
Das Balancegefühl vom Surfen, hier in Teneriffa, dürfte Joel Mattli auch beim Tanzen zugutekommen.Fernando Paules
Das Balancegefühl vom Surfen, hier in Teneriffa, dürfte Joel Mattli auch beim Tanzen zugutekommen.Fernando Paules
Mit seiner Teilnahme geht für Mattli ein Traum in Erfüllung. Schon als Kind hat er «Let’s Dance» vor dem Fernseher verfolgt. «Ich habe noch ein Video auf dem Handy, auf dem wir mit der Familie die Sendung geschaut haben. Ich bin aufgestanden und habe mit meiner Mutter einen Salsa-Versuch gewagt», erinnert er sich. Die Freude in seiner Familie über die Teilnahme könnte dementsprechend grösser nicht sein. «Ihre Reaktion bedeutet mir alles.» Seine Mutter und seine Schwester planen deshalb auch, ihn vor Ort zu unterstützen. Sein Vater ist 2021 an Krebs gestorben. Ein Schicksalsschlag, der die Familie noch enger zusammenschweisst. «Durch seinen Tod hat sich die Beziehung zu meinem Mami und meiner Schwester noch mehr intensiviert, weil wir uns sehr viel Halt gegeben haben», sagt Mattli, der wohl während der Dreharbeiten Götti vom ersten Kind seiner Schwester wird.
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Neue Chance
In den nächsten Wochen warten einige Herausforderungen auf den Sportler in Köln – nicht nur körperlich. «Bei ‹Ninja Warrior› bin ich wie in einem Tunnelfokus. Beim Tanzen hingegen muss ich meine Emotionen zulassen, damit auch Gefühle rüberkommen», meint Mattli. Er sehe es als Chance, mehr über sich selbst zu lernen. Mit einem Lachen ergänzt er: «Und sicher wird es eine Schwierigkeit, nicht zu fest zuzugreifen, wie wenn ich mich an den Hindernissen festhalte.»
Der Zürcher ist der zweite Schweizer, der an dieser Sendung teilnimmt: Luca Hänni (31) holte 2020 nicht nur den dritten Platz, sondern eroberte auch das Herz seiner Tanzpartnerin Christina (35). Joel Mattli hingegen will sich die Gunst von jemand anderem ertanzen: «Zehn Punkte von Juror Joachim Llambi würden mich glücklich machen.»