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Vincent Gross

Ein Gläschen aufden Geburtstag

Mit viel Ehrgeiz hat sich der Basler Schlagersänger Vincent Gross in den letzten ­Jahren hochgearbeitet. Kurz vor seinem runden Geburtstag verrät die Frohnatur, wovon er privat träumt und welches grosse Projekt er nun angehen wird.

Remo Bernet

Aperol, Ouzo oder Glühwein: Es gibt kaum ein Getränk, das Vincent Gross noch nicht besungen hat.
Aperol, Ouzo oder Glühwein: Es gibt kaum ein Getränk, das Vincent Gross noch nicht besungen hat.Stefan Bohrer

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Der Strahlemann der Schweizer Schlagerbranche hat Grund zum Anstossen: Vincent Gross wird 30 Jahre alt. Doch statt eines grossen Fests ist beim Basler Arbeit angesagt: In der Steiermark in Österreich steht er an einem Schlagerfestival auf der Bühne. «Nach meinem Auftritt feiere ich mit Künstlerkollegen und meinem Team in den Geburtstag hinein», erzählt er.
Direkt nach der Show wolle er der Tradition treu bleiben und gemeinsam mit seinen Musikern ein alkoholfreies Weizenbier trinken. Um Mitternacht will er dann mit dem Getränk anstossen, von dem auch einer seiner grössten Hits handelt: Aperol Spritz.
Was der Gedanke an die Zahl 30 in ihm auslöst? «Sie macht mich zunächst einmal ein Jahr älter», antwortet Gross schmunzelnd. Und witzelt: «Ich werde um Mitternacht vermutlich nicht plötzlich vernünftig – derselbe Unsinn sieht mit einer Drei davor nur erwachsener aus.»
Hello Again!
Hello Again!
Seinen ersten grossen TV-Auftritt hatte er 2015 bei «Hello Again».SRF/Mirco Rederlechner
Seinen ersten grossen TV-Auftritt hatte er 2015 bei «Hello Again».SRF/Mirco Rederlechner
Gross, der mittlerweile zu den gefragtesten Schlagerstars im deutschsprachigen Raum gehört, blickt auf eine inten­sive Zeit zurück. Schon vor seinem Sieg beim Newcomer-Wettbewerb in der inzwischen abgesetzten SRF-Schlager­sendung «Hello Again» im Jahr 2015 träumte er von der Musik­karriere. Heute weiss er: «­Dahinter stecken viel Arbeit und Leidenschaft, aber genauso ein ­starkes Team, gute Songs, Glück und vor allem Fans, die diesen Weg mitgehen.»

Wichtiger Ratschlag von Peter Maffay

Im vergangenen Jahrzehnt hat seine Karriere Fahrt aufgenommen. «Diese Reise hat mir gezeigt, was möglich ist, wenn man lange an etwas glaubt und konsequent arbeitet. Peter Maffay sagte einmal zu mir: ‹Eine Karriere ist ein Marathon – kein Sprint.› Mit 30 habe ich das Gefühl, gerade erst richtig loszulaufen.»
Immer wieder betont der Schlagersänger seine Dankbarkeit und dass er seine Musik­karriere nicht als selbstverständlich ansieht. Seine Liebsten – vor allem seine ­Eltern, die aus Norddeutschland stammen – erden ihn. «Für sie bin ich Vincent – ganz egal, ob ich im Fernsehen oder im pinken Hasenkostüm auftrete. Ausserdem weiss ich, was für ein Privileg es ist, von ­meiner grössten Leidenschaft leben zu dürfen.»
Seine Familie unterstützte Gross von Anfang an. «Sie freut sich über meine Erfolge, ­behandelt mich aber noch genauso wie früher», meint er. Seine Eltern sind es auch, die ihm mitgaben, allen Menschen respektvoll, höflich und mit ­einem Lächeln zu begegnen.
Heute mit seiner Musik anderen Freude zu bereiten, sei für ihn pures Glück. «Ebenso wichtig sind meine Familie, verlässliche Freunde und das Privileg, in der Schweiz aufgewachsen zu sein. Eigentlich ist das bereits der Hauptgewinn – ganz ohne Lottoschein», betont Gross, der im vergangenen Jahr mehr als 100 Auftritte im In- und Ausland hatte.

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Entspannen am Rhein

Trotzdem reist er, so oft es geht, an seinen Herzensort, die Heimat in Basel. «Im Sommer mit Freunden am Rhein zu sitzen und einmal nichts Spektaku­läres zu tun ist für mich Auftanken. Mehr Wellness brauche ich nicht», erzählt er. «Beruflich ist ständig etwas los, privat geniesse ich deshalb die Ruhe am Flussufer umso mehr.» ­Darauf angesprochen, was er denn mit 30 Jahren noch verbessern will, erklärt der Sänger: «Ich möchte freie Zeit genauso bewusst einplanen wie beruf­liche Termine. Weil meine ­Leidenschaft gleich­zeitig mein Beruf ist, arbeite ich eigentlich immer.» Denn, was die Zuschauerinnen und Zuschauer nicht sehen, wenn Gross in Fernsehsendungen wie «Immer wieder sonntags» auftritt: Der Basler hält trotz grossem Erfolg im Hintergrund die ­Zügel selbst in der Hand. So übernimmt er einen Grossteil der anfallenden Aufgaben ­selber und ist nur mit einem verhältnismässig kleinen Team unterwegs.

Grosse Tournee geplant

In der nächsten Zeit wird ­dieses wohl wachsen, denn Vincent Gross erfüllt sich einen beruflichen Traum. «Im Herbst 2027 ist nach zehn Jahren wieder eine eigene Tour geplant – anders, als viele es erwarten würden, und natürlich mit ­einem Heimspiel in Basel», kündigt er an.
Seine privaten Wünsche ­sehen dagegen deutlich ruhiger aus. «Ich träume von einem Haus am Meer mit Olivenbaum und viel Platz für Familie und Freunde.»

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Über die Autoren
Remo Bernet
Remo Bernet
Remo Bernet arbeitet seit 2023 als Leiter Unterhaltung bei der GlücksPost und verantwortet zudem die digitalen Kanäle des Traditionsmagazins.

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