Spricht Uschi Glas über das Alter, tut sie das ohne Wehmut. Dafür mit einem Strahlen im Gesicht. Am 2. März feiert die beliebte Schauspielerin ihren 82. Geburtstag – und freut sich darauf. Weil sie noch am Leben sei! Sie verstehe nicht, warum jemand mit dem Älterwerden hadern könne, sagt Uschi Glas (81). «Es gibt keinen Ausweg.» Keine Alternative, ausser «man geht vorher».
Die legendäre deutsche Schauspielerin ist eine Frau, die dem Alter Respekt zollt. «Gesund älter zu werden, ist ein Geschenk, das man dankbar annehmen muss», sagt sie. Dazu gehöre, dass man aktiv bleiben sollte. «Ich mache Stretching, laufe, mache Krafttraining, zähle meine Schritte. An guten Tagen knacke ich die 10 000er-Marke. An anderen eben nicht. Auch das gehört dazu.» Der Körper sei das grösste Geschenk überhaupt. Aber um dieses müsse man sich eben auch kümmern.
Engagement für Senioren
Für Uschi Glas ist das Leben auch mit über 80 vor allem eines: ein Versprechen. Mit viel Neugierde nimmt sie Herausforderungen an: «Ich liebe es, für meine drei Enkel die Nonna zu sein.» Sie liebe es auch, dass sie noch immer vor der Kamera stehen dürfe. «Ich brauche das Gefühl, gebraucht zu werden.» Deswegen engagiert sie sich auch für den Verein Brotzeit, bei dem sich Seniorinnen und Senioren frühmorgens um Kinder ärmerer Familien kümmern – durch ein gesundes Frühstück für einen liebevollen Start in den Tag. Diese Verbindung zwischen den Generationen bedeutet ihr viel. Vielleicht auch, weil sie, selbst Grossmutter, spürt, wie wichtig Nähe ist. Wie wichtig es ist, da zu sein. Und wie gut es tut, wenn man noch eine Aufgabe hat. «Vielleicht kann man ja im Alter das eine oder das andere noch nachholen, was man immer machen wollte», sagt sie zur «Bild»-Zeitung. «Eine Einladung. Eine Entschuldigung. Eine Reise.» Uschi Glas denkt nicht daran, kürzerzutreten. Sie ist noch immer voller Lebenslust und will sich die so lange wie möglich bewahren. Diese Haltung kommt daher, dass sie nie auf ihr Geburtsdatum geschaut hat. «Für mich gab es nie ein Alter. Wenn mich jemand fragte, wie ich mich mit 50 oder 60 oder 70 fühlen würde, antwortete ich, dass ich das nicht wisse. Ich war ja vorher noch nie 50 oder 60 oder 70.»