Er hat über Jahrzehnte das ganze Land zum Lachen gebracht: Der Thurgauer Star-Bauchredner Kliby (75) mit seiner vorwitzigen Eselpuppe Caroline. Jetzt aber sind da nur noch Tränen und Trauer. Am 26. Oktober gab es nach einem Notruf einen Rettungseinsatz mit Blaulicht am Wohnort von Michel Kliby († 55). Aber leider kam jede Hilfe zu spät. Der einzige Sohn von Urs und Ruth Kliby (80) starb in seinem Zuhause in Bern. Wie die GlücksPost weiss, war ein Herzstillstand der Grund für seinen plötzlichen Tod.
Es ist ein unfassbarer Schicksalsschlag in der Familie Kliby. Michel hinterlässt fünf Kinder, zwei davon sind noch sehr jung. Er begleitete seinen Vater lange aktiv bei dessen Karriere. Als 20-Jähriger war er als Schlagzeuger mit der Rockband The Hedgehogs unterwegs und arbeitete als Tontechniker im eigenen Studio. Zwischendurch war Michel auch als Cutter und Regisseur bei einem TV-Lokalsender angestellt.
Viel Zeit für die Enkel
Seine fünf hinterbliebenen Kinder, die nun plötzlich alle Halbwaisen sind, haben Ruth und Urs Kliby immer viel Freude bereitet. Ihr grosser Verlust bricht den Grosseltern nun fast das Herz. «Enkelkinder sind für mich das Dessert des Lebens», sagte Kliby vor rund einem Jahr zur GlücksPost. «Jetzt, wo ich nicht mehr auf der Bühne stehe, habe ich viel mehr Zeit für sie. Wir unternehmen viel mit ihnen, das belebt unseren Alltag. Die drei Grossen sehen wir natürlich weniger, aber wir sind immer in Kontakt. Die beiden Kleinen geniessen die gemeinsame Zeit.»
Im Sommer seien sie oft zusammen auf ihrem «schwimmenden Ferienhäuschen, also unserem Schiff», auf dem Bodensee unterwegs. «Wir erzählen Geschichten, machen Spiele. An Bord gibt es so eine ganz besondere Nähe.»
Viele Schicksalsschläge
Eine Nähe, die es in der grossen Trauer nun noch einmal mehr braucht. Bei den Klibys gibt es seit Jahren nicht nur sonnige und lustige Tage. Das Ehepaar hat schon oft schwere Zeiten durchgestanden. «Meine Frau hatte Krebs, ich hatte Prostatakrebs, eine Herzoperation und zwei Schlaganfälle. Und eine arterielle Verschlusskrankheit, im Volksmund Schaufensterkrankheit genannt, musste in beiden Beinen behandelt werden», zählt er auf. Kliby hält trotz all der gesundheitlichen Rückschläge stets den Kopf hoch. Seine Ärzte sollen ihm jüngst gesagt haben, dass sie noch nie einen so positiv denkenden Menschen erlebt hätten.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Klibys auch an diesem weiteren Schicksalsschlag nicht zerbrechen werden.