Umbau-Sendung machte sie bekannt

Das wurde aus Tine Wittler

Mit ihrer Umbausendung begeisterte Tine Wittler ein Millionenpublikum. Doch nach dem Aus der Sendung wurde es still um sie.

Remo Bernet

Einsatz in vier Wänden - Spezial
Durch «Einsatz in vier Wänden» wurde Tine Wittler bekannt. RTL

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In ihrer Sendung flossen jahrelang die Freudentränen: Tine Wittler (52) erfüllte ab 2003 zehn Jahre lang Wohnträume in der RTL-Umbau­sendung «Einsatz in 4 Wänden». Mit viel Leidenschaft liess sie das ­Zuhause der Teilnehmenden in neuem Licht erstrahlen. Mit ­ihrer quirligen und lockeren Art eroberte sie die Herzen des Publikums.
Doch als das ­Interesse an der Sendung zurück­geht, zieht RTL der ­Sendung den Stecker – und die TV-Karriere der «Deko-­Queen» endet plötzlich. Danach zieht sich Tine Wittler bewusst aus der Öffentlichkeit zurück und konzentriert sich auf ­andere Projekte.

Zurück auf dem Land

«Die Leute denken immer gleich, nur weil man nicht mehr im Fernsehen zu sehen ist, wäre man tot», witzelt sie. Lange Zeit führt Wittler, deren Ehemann sich aus der Öffentlichkeit raushält, eine Kneipe in Hamburg. Doch dann zieht es sie zurück aufs Land – ­ins 40-Seelen-Dorf Jabel. Dort kauft sie sich einen uralten Fachwerkhof und hat damit ihren ganz persönlichen «Einsatz in 4 Wänden». «Ich atme hier jeden Tag Geschichte und ­Natur und bin sehr, sehr glücklich und dankbar, dass ich so leben darf», sagt sie.
Nebenbei ist die «Wittlerin», wie sich die mittlerweile 52-Jährige selbst nennt, auf ­vielen Bühnen tätig: Sie macht Musik, organisiert Kultur­veranstaltungen und hat ein halbes Dutzend Romane ver­öffentlicht.

Ob sie sich vorstellen könne, irgendwann ins TV zurückzukehren? Abgeneigt ist Tine Wittler nicht. «Ich würde gerne interessante Persönlichkeiten, von denen ich noch etwas lernen kann, in mein altes Haus einladen, um mit ihnen einen Tag oder auch zwei auf dem Land zu verbringen, Gespräche zu führen und über das ­Leben zu reden.»

Rückkehr ins Fernsehen?

Im letzten Sommer kursierten ausserdem Gerüchte, dass sie für die RTL-Show «Die Ver­räter» vor der Kamera stehen wird. Wittler selbst hat sich nicht dazu geäussert, aber in den kommenden Monaten sollte die neue Staffel der Intrigen-Show ausgestrahlt werden – und ihre Fans wissen spätestens dann mehr.
Wenn sie ins Fernsehen zurückkehrt, macht sie das mit ­einer grossen Selbstliebe und starkem Selbstbewusstsein, die sie sich über die Jahre hinweg aufbauen musste. «Ich war die erste Frau mit meiner ­Körperform im deutschen Fernsehen.» Das sei eine harte Schule gewesen. Denn Kritik und abschätzige Kommentare häuften sich. «Ich bin jetzt seit 20 Jahren im Geschäft und ich glaube, ich bin mit dem Thema ganz gut durch. Aber es war harte Arbeit, und deshalb habe ich auch lange Bildschirm­pause gemacht, um das zu verarbeiten.»

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Über die Autoren
Remo Bernet
Remo Bernet
Remo Bernet arbeitet seit 2023 als Leiter Unterhaltung bei der GlücksPost und verantwortet zudem die digitalen Kanäle des Traditionsmagazins. Er berichtet sowohl über nationale als auch internationale Prominenz – hat dabei einen starken Fokus auf TV-Geschichten. Dafür besuchte er beispielsweise Nik Hartmann vor seiner «Happy Day»-Premiere zu Hause und interviewte Schlagerstar Beatrice Egli am Zürichsee. Zuvor arbeitet er auf der People-Redaktion von «Blick» und sammelte ausserdem Erfahrungen bei SRF und der deutschen Produktionsfirma Ufa Lab (heute We Are Era). Das fachliche Handwerk erlernte der St. Galler an der Ringier Journalistenschule, vertiefte sein Wissen zu journalistischer Innovation dann in einem gemeinsamen CAS der ZHAW und dem MAZ. 2025 wurde er vom Branchenmagazin «Schweizer Journalist:in» auf die Liste der «30 unter 30» der Medientalente des Landes gewählt.

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