Tanya König

Das grosse Glück zu dritt

Die ehemalige «Gesichter und Geschichten»-Moderatorin erlebt ­momentan kürzere Nächte – aber ist trotzdem voller Tatendrang. Die Vorfreude auf ihre TV-Rückkehr ist gross.

Remo Bernet

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Tanya König geniesst die Zeit zu dritt mit Ehemann Arianit ­Buzhala und ­Tochter Ellie. Fiona Murtaj

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Während Tanya König (38) mit der GlücksPost spricht, hält sie Tochter Ellie (sechs Monate) im Arm. Anfangs ist die Kleine noch etwas unruhig, doch schon nach kürzester Zeit schläft sie ein. «In den letzten Monaten hat sie schon so viel Neues gelernt. Das ist so herzig», schwärmt die Moderatorin, die noch bis im Sommer durch «Gesichter und ­Geschichten» führte. Ellie sei ein unkompliziertes Kind. «Sie weint praktisch nie», erzählt Tanya König. Auch die Geburt sei glücklicherweise ohne Komplikationen verlaufen. «Ich kann mich wirklich nicht beklagen.»
Klar, der Schlaf komme etwas zu kurz. Aber sie sei fasziniert davon, was die ­Hormone mit dem Körper anstellen, so König. «Ich bin mit vier bis fünf Stunden Schlaf teilweise fitter als mein Mann, der die ganze Nacht durchschlafen kann.»
Mit Ehemann Arianit Buzhala (46) teilt sie sich die Kinderbetreuung auf – weil er gerade im Schlussspurt seiner Weiter­bildung ist, sei er ohnehin viel zu Hause und könne dann auf Ellie aufpassen. «Er hat mich aber auch schon zu Ver­anstaltungen, die ich moderiert habe, ­begleitet. Ich habe unsere Tochter dann einfach zwischendurch gestillt. Sonst ­wären solche Aufträge so früh nach der Schwangerschaft nicht möglich gewesen», erzählt sie. Ausserdem bekommen die ­beiden Unter­stützung aus dem Umfeld. «Es ist schon eindrücklich, wie so ein Kind die Familie nochmals mehr zusammenschweisst.»

Zurück beim Fernsehen

In wenigen Tagen startet ­Tanya König wieder bei SRF – vorerst hinter den Kulissen. Sie wird als Redaktorin an rund sechs Tagen pro Monat Gesellschaftsbeiträge für Nachrichtenformate wie die «Tagesschau» und «10 vor 10» produzieren. «Ich freue mich sehr darauf, wieder zu arbeiten.» Und ganz von der Bildschirmfläche verschwindet sie nicht: Im März führt Tanya König, wie schon in den Vorjahren, durch die mehrstündige Oscar-Sendung auf SRF. «Das ist eines meiner Herzensprojekte. So eine grosse Liveshow ist eine riesige Heraus­forderung: Man weiss im Gegensatz zu Magazinsendungen nie, was ­passiert.» Und genau das reize sie sehr.
Wie es danach mit ihrer TV-Karriere weitergeht? «Ich bin mir ­sicher: Man wird mich ­immer mal wieder im Fernsehen sehen. Spruchreif ist aber noch nichts.» Das ­Moderieren wird ohnehin nicht zu kurz kommen: Schon vor der Zeit bei SRF hat Tanya König regelmässig durch Veranstaltungen geführt. Gerade bei Wirtschafts­anlässen ist sie dank ihrer ­Vielsprachigkeit – sie versteht sechs ­Sprachen – gefragt.

Tochter wächst mehrsprachig auf

Auch ihre Tochter wird davon profitieren. König spricht mit ihr Portugiesisch, ihr Ehemann Albanisch. «Mir hat die Mehr­sprachig­keit viele Türen geöffnet, ­darum will ich das auch bei Ellie so ­machen.»

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Beim Thema Sprachen ist sich das Paar, das sich vor über sieben Jahren das Ja-Wort gab, einig. Doch hätten sie in den letzten Monaten realisiert, dass der Nachwuchs für die Beziehung zur Herausforderung werden kann. Sie müsse sich in der Rolle als Mama erst zurechtfinden. «Ich ­erwische mich manchmal dabei, wie ich Ari genaue Anweisungen gebe, was er mit Ellie machen muss.» Sie realisiere oft erst später, dass sie etwas bremsen müsse. «Er ist der Vater, er weiss genauso gut wie ich, was für unsere Tochter richtig ist. Auch wenn er Dinge mal anders angeht als ich.»
Auch sei die Zeit zu zweit gerade Mangel­ware – das Kind stehe stets im ­Fokus. «Aber nur schon die Freude, wenn sie lacht, teilen zu dürfen, ist Entschä­digung genug.»
Über die Autoren
Remo Bernet
Remo Bernet
Remo Bernet arbeitet seit 2023 als Leiter Unterhaltung bei der GlücksPost und verantwortet zudem die digitalen Kanäle des Traditionsmagazins. Er berichtet sowohl über nationale als auch internationale Prominenz – hat dabei einen starken Fokus auf TV-Geschichten. Dafür besuchte er beispielsweise Nik Hartmann vor seiner «Happy Day»-Premiere zu Hause und interviewte Schlagerstar Beatrice Egli am Zürichsee. Zuvor arbeitet er auf der People-Redaktion von «Blick» und sammelte ausserdem Erfahrungen bei SRF und der deutschen Produktionsfirma Ufa Lab (heute We Are Era). Das fachliche Handwerk erlernte der St. Galler an der Ringier Journalistenschule, vertiefte sein Wissen zu journalistischer Innovation dann in einem gemeinsamen CAS der ZHAW und dem MAZ. 2025 wurde er vom Branchenmagazin «Schweizer Journalist:in» auf die Liste der «30 unter 30» der Medientalente des Landes gewählt.

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