Sie ist das neue Aushängeschild der «Tagesschau». Doch die Moderatorin und Zweifachmutter macht in ihrem Leben noch ganz viel anderes, als nur News zu präsentieren. Sie malt gerne und kreiert auch Fotobücher.
Seit rund einem Jahr begrüsst sie die Zuschauerinnen und Zuschauer zur besten Sendezeit: Monika Schoenenberger (56) stiess 2025 zum Moderatorenteam der Hauptausgabe der «Tagesschau». «Es macht mir richtig grosse Freude», sagt sie. Für die TV-Frau ist es ein bekanntes Terrain: Schon seit zehn Jahren steht sie für SRF vor der Kamera. So moderierte sie bereits die Nachrichtensendungen am Mittag und am Vorabend sowie Sondersendungen zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Im Hintergrund erstellt sie selbst Beiträge und verantwortet als Produzentin regelmässig die Hauptausgabe. «Ich wusste damals also ziemlich genau, was mich erwartet», sagt sie.
Doch egal, ob in den Mittag- und Abendsendungen oder jetzt in der Hauptausgabe: Die Journalistin liebt ihre Arbeit und die Möglichkeit, wichtige Themen zu analysieren und einzuordnen. Und sie mag die Anspannung, die Live-Sendungen mit sich bringen. «Wenn wir mit der ‹Tagesschau› auf Sendung gehen, wissen wir nie, ob nicht kurzfristig noch was reinkommt.» Dieses Unplanbare habe seinen Reiz. «Wenn dann etwas passiert, werde nicht nur ich als Moderatorin gefordert, sondern das ganze Team muss liefern.»
Lob für Kolleginnen und Kollegen
Immer wieder betont Schoenenberger die Arbeit der Leute um sie herum. «Als Moderatorin bin ich lediglich ein kleiner Teil des Ganzen – auch wenn die Zuschauerinnen und Zuschauer nur mich am Bildschirm sehen.»
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Trotzdem ist ihre Arbeit nicht zu unterschätzen: Schon weit vor Schichtbeginn setzt sie sich mit dem Geschehen im In- und Ausland auseinander. Nach der Arbeit brauche sie dafür jeweils eine gewisse Zeit, um herunterzufahren. «Man kann leider nicht direkt einen Schalter umlegen.»
Sport zum Abschalten
Den Kopf kriege sie mit Bewegung frei. «Sport, vor allem Joggen, Krafttraining oder eine Wanderung in den Bergen, das tut mir extrem gut», erzählt Schoenenberger. Schon als Kind habe sie einen grossen Bewegungsdrang gehabt. «Der ist bei uns in der Familie wohl angeboren», meint sie.
Ebenso wichtig ist ihr das kreative Schaffen: Sie gestaltet Fotobücher oder greift zu Pinsel und Farbe, um persönliche Glückwunschkarten zu malen. «Ich muss mich in der Freizeit manchmal in etwas ganz anderes vertiefen können», erzählt sie. Um Perfektion gehe es ihr dabei nicht, sondern um das reine Vergnügen und die Entspannung. «Eine Kunstausstellung wird es von mir nicht geben», witzelt sie.
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Abschalten kann Monika Schoenenberger auch bei ihren Liebsten. Mit Ehemann Adrian (54), der sich abseits der Öffentlichkeit wohler fühlt, lebt sie seit 30 Jahren in der Stadt Zürich. «Ich finde es wunderschön hier», schwärmt Schoenenberger. So verbrachte sie auch gerade die Ferien in der Limmatstadt. «Im Sommer ist es ruhiger, da geniesse ich den See oder die Limmat, um auf einer Wiese ein Buch zu lesen und mich zwischendurch abzukühlen.»
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Ob sie sich denn auch als Zürcherin fühle? «Das ist kompliziert», meint das «Tagesschau»-Aushängeschild. Aufgewachsen ist Monika Schoenenberger in Zug, direkt am Zugerberg. Später zog ihre Familie in den Kanton Bern nach Uettligen, ehe sie in Frauenfeld die Kantonsschule besuchte. «Ich fühle mich an verschiedenen Orten verwurzelt. Denn es gibt so viele schöne Erinnerungen und Freundschaften, die bleiben.»
Kinder gehen eigenen Weg
Ihr grosser Stolz sind ihre beiden Kinder. «Zu sehen, wie sie ihren eigenen Weg gehen, ist so schön», erzählt Schoenenberger. Ihre 21-jährige Tochter studiert nach absolviertem Militärdienst als Leutnant Elektrotechnik an der ETH Zürich. Ihren 19-jährigen Sohn zieht es bald für ein Jahr mit einem Sportstipendium ins Ausland.
«Der Abschied fällt mir natürlich nicht leicht», sagt Monika Schoenenberger. Doch überwiege die Freude darüber, dass ihre Kinder so selbständig und zielstrebig im Leben stünden. «Besser könnte es eigentlich nicht sein.»