Simon Eschle

Gewitter ist ihm lieber als Sonnenschein

Simon Eschle ist der jüngste Wetterfrosch beim Schweizer Fernsehen, träumte schon während seiner Schulzeit vom Job als «Meteo»-Moderator. Dabei haben die Eltern des 30-jährigen Zürcher Oberländers gar keinen Fernseher zu Hause.

Remo Bernet

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Simon Eschle ist privat gerade gefordert: In rund einem Monat findet das Openair Wollishofen statt, das er mitorganisiert. Remo Bernet

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Die Sonne scheint, als Simon Eschle (30) durch den Park direkt neben den SRF-Studios spaziert. Privat sage ihm dieses Wetter zu, aber: «Beruflich ist Sonnenschein schnell langweilig. Da gibt es nicht so viel zu erklären. Deshalb bin ich ein absoluter Gewitter-Fan, da kann man so viel Spannendes erzählen.»
Seit bald einem Jahr führt der Zürcher durch die Hauptausgabe von «SRF Meteo» – und ist mit Abstand der Jüngste im ­Moderationsteam. «Oben auf dem Dach zu stehen und durch die Sendung zu ­führen, ist für mich ein Traum, der in ­Erfüllung gegangen ist», sagt Eschle. «Alte Kollegen von mir meinen, ich hätte schon im Gymi davon erzählt.»

Viele Zuschauer

Nach wie vor ist «Meteo» eines der quoten­stärksten Formate von SRF. Durchschnittlich schauen rund 600 000 Schweizerinnen und Schweizer zu. «Wenn ich auf dem Dach stehe, ist nur ein Kameramann dabei. Da bin ich mir gar nicht bewusst, wie viele Leute zu Hause vor den Bild­schirmen sitzen.» Überlege er sich aber, wievielmal man mit allen Zuschauenden das Zürcher Letzigrund-Stadion füllen könne, sei das schon eindrücklich.
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Im vergangenen August feierte Simon Eschle seine Premiere als Moderator von «SRF Meteo».SRF/Gian Vaitl
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Im vergangenen August feierte Simon Eschle seine Premiere als Moderator von «SRF Meteo».SRF/Gian Vaitl
Wer das TV-Gerät hingegen nicht einschaltet, sind die Eltern von Eschle. «Sie haben gar keinen Fernseher und hören oft erst von Freunden, wenn ich wieder mode­riert habe», erzählt er. Seine drei Brüder würden dafür regelmässig zuschauen. «Der Jüngste sieht mir sehr ähnlich und wird deshalb auch immer wieder gefragt, ob er nicht der vom Wetter sei», meint er mit einem Schmunzeln.
Aufgewachsen ist Simon Eschle in Uster im Zürcher Oberland. Von klein auf begleitet das Thema Musik die Brüder: Ihr Gross­papi war Pianist, Simon selbst spielte ­lange Klavier und ist Präsident eines Chors. Bei Familientreffen wird oft mehrstimmig ­gesungen. «Meine Brüder können das aber besser als ich», sagt er.

Frischgebackener Götti

Erst vor kurzem feierte Simon Eschle ­seinen 30. Geburtstag. Das schönste ­Geschenk machte ihm sein zweitältester Bruder schon zuvor: «Ich bin zum ersten Mal Götti geworden und freue mich sehr auf diese Rolle.» Irgendwann will der Single-­Mann selbst eine Familie gründen. «Aber das hat noch Zeit.»
Lieber gibt er beruflich Vollgas. Zu seinen Unterstützern gehört Kult-«Meteo»-Moderator Thomas Bucheli (65). «Er hat ein riesiges Vertrauen in mich und das Team.» Auch sei es beeindruckend, wie sich Bucheli immer hinter seine Mitarbeitenden stelle. «Wenn Kritik kommt, ist er der Erste, der einem Rückendeckung gibt.»
Bis Ende Sommer ist Bucheli noch vor der Kamera zu sehen. Die «Meteo»-­Leitung hat er bereits an seinen Nach­folger Gaudenz Flury (45) abgegeben. Simon Eschle freut sich auf die Zeit mit «Gaudi», wie er seinen neuen Chef nennt. «Das kommt gut!»
Über die Autoren
Remo Bernet
Remo Bernet
Remo Bernet arbeitet seit 2023 als Leiter Unterhaltung bei der GlücksPost und verantwortet zudem die digitalen Kanäle des Traditionsmagazins.

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