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Roger Federer

Endlich viel Zeit für die Kinder

Die lange «Abschiedstournee» in Amerika ist beendet, der Thron in der Ruhmeshalle ist ­eingenommen. Nun kann sich Tennisrentner Roger Federer ganz der sportlichen Karriere seiner Doppelzwillinge widmen. Die sind teilweise auf gutem Weg für ganz Grosses.

Leo Lüthy

Der Federer-Clan nach der Aufnahme von Roger Federer in die Tennis Hall of Fame (v. l. Charlene, Lenny, Mirka, Roger, Leo und Myla).
Der Federer-Clan nach der Aufnahme von Roger Federer in die Tennis Hall of Fame (v. l. Charlene, Lenny, Mirka, Roger, Leo und Myla).Instagram

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Er hat viel gelacht – und auch viele Tränen vergossen. Die letzten Tage waren für Roger Federer (45) eine emotionale Achterbahnfahrt. Bei der feierlichen Aufnahme in die Tennis Hall of Fame in Newport im US-Bundes­staat Rhode Island rang er gar um Worte und Fassung, weil ihm die rührende ­Laudatio von Gattin Mirka Federer (48) so unter die Haut ging. Immer mit dabei in diesem Federer-Triumphzug in Amerika waren auch seine Eltern und die ­Kinder Myla und Charlene (17) sowie Leo und Lenny (12).
Für sie alle will sich die ­lebende Tennislegende in Zukunft noch mehr Zeit nehmen, welche er während Jahrzehnten auf der Tour nicht immer hatte, und sie auch sportlich unterstützen und begleiten.

Bald Erfolgstrainer?

Spross Leo Federer schwingt inzwischen schon recht ambitioniert das Tennis-Racket. Papa Roger ist sehr oft sein Trainingspartner. «Ja, schon, aber ich bin sein Vater. Sie ­wissen ja, wie das mit den ­Eltern so ist», sagte er jüngst schmunzelnd zur Zeitung «Le Temps». Und: «Obwohl ich ­sagen muss, wir machen es eigent­lich recht gut.» Und dann plaudert Federer noch weiter von seinem neuen Familien-Leben: «Als ich mit dem Tennis aufhörte, waren die Buben noch viel jünger, sieben, acht Jahre alt. Inzwischen hat sich ihre Persönlichkeit viel stärker ausgebildet. Sie wissen, was sie gerne tun und was weniger. Aber sie sind immer noch auf der fröhlichen, entspannten Seite.»
Bei den Mädchen werde alles schon ein bisschen ernster. Die Schule werde strenger. «Und wenn du sportlich etwas er­reichen möchtest, musst du jetzt zusetzen», erklärt er. Myla und Charlene forcieren derzeit ebenfalls ihre Ausbildung mit den kleinen Bällen.
Roger Federer erzählt: «Sie spielen Tennis und Golf. Am Golf haben sie in den letzten Jahren Gefallen gefunden. Ich geniesse es, ein Leben zu haben, das nicht vom nächsten Match oder Training diktiert wird. Jetzt bin ich bei den Kids viel mehr involviert. Ich habe mehr Zeit, mit ihnen zu reden, wenn sie ­etwas beschäftigt.»
Ende Mai machte Myla Federer am ­Junior Tour Event im Golfclub Zürichsee mit und schaffte es mit ihrer Teilnahme am Nachwuchsturnier, auch von Fachmagazinen lobend erwähnt zu werden. Sie spielt mit Handicap 4,2 schon auf beachtlichem Niveau. Papa ­Roger Federer, der ein starkes Handicap von 6 besitzt, ist oft mit ihr auf den Greens unterwegs. Auch der Umzug der Familie nach Rapperswil-Jona SG naht. Bei der Villa am See sind die Kräne abmontiert. Und es geht das Gerücht um, dass Federer in der Region derzeit eine ­private Sporthalle hochzieht. Beste Voraussetzungen also für den sportlichen Nachwuchs.

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