Diese Wochen wird die TV-Kommentatorin und Ex-Fussballerin so schnell nicht vergessen. Denn nicht nur beruflich ist Rachel Rinast im Hoch, auch privat hat sie momentan allen Grund zur Freude.
Für einmal ist Fussball für Rachel Rinast (35) zweitrangig. Als das erste WM-Spiel der Schweiz angepfiffen wurde, feierte sie privat ihren grossen Tag: Die TV-Kommentatorin hat Partner Arvid Schenk (36) das Ja-Wort gegeben. «Der Tod meines Vaters im vergangenen November hat mir gezeigt, dass die Familie immer an erster Stelle stehen sollte. Deshalb wollten wir die Feier nicht verschieben», erklärt Rinast.
Kennengelernt haben sich Schenk und Rinast in der Fussballszene. Damals hat sie sich gefreut, wie sehr er sich für den Frauensport engagiert. Bei einer Tasse Kaffee funkte es fünf Jahre später zwischen der damaligen Profispielerin und dem Goalie-Trainer. «Wir waren uns dann sehr schnell einig, dass wir den Rest des Lebens zusammen sein wollen.»
Ihre Leidenschaft für Fussball verbindet Rachel und Arvid Rinast.Instagram
Ihre Leidenschaft für Fussball verbindet Rachel und Arvid Rinast.Instagram
Herr und Frau Rinast – er hat ihren Nachnamen angenommen – reisten nach der Hochzeit direkt nach Sizilien in die Flitterwochen, wo Arvid ihr einst auch den Antrag gemacht hat. Dort schaut sich das frisch verheiratete Paar auch viele WM-Spiele an. «Das gehört für uns als Fussballverrückte natürlich dazu.»
Ab dem Achtelfinal dabei
Erst Ende Juni wird sie zum SRF-Kommentatorenteam dazustossen. Rachel Rinast ist die erste Frau überhaupt, die in der Schweiz ein Spiel der Herren-WM kommentiert. «Für mich ist das nach der vergangenen Frauen-EM eigentlich kein Thema mehr», sagt sie. «Ich hoffe, ich habe schon da gezeigt, dass ich etwas von Fussball verstehe. Und wer noch immer denkt, ich könne diesen Job wegen meines Geschlechts nicht richtig ausüben, den werde ich wohl nie überzeugen können.»
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Rachel Rinast bringt einen grossen Erfahrungsrucksack mit. Bis 2023 war sie Profifussballerin, hatte 48 Einsätze für die Schweizer Nationalmannschaft. Seither ist sie als Kommentatorin und Expertin im TV zu sehen.
Rinasts Mutter ist Schweizerin, ihr Vater kommt aus Deutschland. Mit ihrem Mann lebt sie mittlerweile in Hamburg (D). Trotzdem betont sie: «Die Schweiz ist sehr tief in meinem Herzen verankert.» Durch ihre Zeit beim FC Basel, den Grasshoppers und in der Nationalmannschaft sei die Verbundenheit noch grösser geworden. Wenn die Schweiz gegen Deutschland spielt, hält sie zur Nati: «Wenn man so oft das rot-weisse Trikot getragen und den Schweizer Psalm gesungen hat wie ich, dann geht das irgendwann in Fleisch und Blut über.»
Ihre Hoffnungen für die Nati sind gross. «Das Viertelfinale ist ein Mindestziel.» Wenn die Mannschaft einen Lauf erwischt, traut sie den Schweizern sogar zu, ganz vorne mitzumischen.