Piero Esteriore

«Ich wünsche meinen Brüdern auf ihrem neuen Weg viel Glück»

Sein Herz sei gebrochen, sagt der Basler Italo-Sänger. Nach der Trennung von seinen drei Brüdern macht Piero Esteriore nun halt allein weiter. Die Show müsse schliesslich weitergehen.

Dominik Hug

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«Die Vorstellungen waren zu unterschiedlich», sagt der Italo-Sänger über sein Aus bei den Esteriore Brothers. zVg

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Piero Esteriore (48) hat turbulente Tage hinter sich. «Seit wir uns entschieden haben, getrennte Wege zu gehen, übermannen mich immer wieder Momente des Zweifelns», sagt er. «Doch dann über­wiegen wieder Gefühle der Erleichterung und der Vorfreude auf alles, was da kommt.»
Sieben Jahre lang waren ­Piero, Mimmo (43), Gabriele (32) und Amedeo (30) praktisch unzertrennlich. Und traten als Esteriore Brothers rund um die Welt auf. Sie gaben Konzerte in ganz Europa, sorgten mit viel Italianità aber auch in Nord- und Südamerika für Stimmung. Sie waren zu Gast in TV-Shows wie «Das Super­talent» oder dem «ZDF Fernsehgarten», sangen aber auch mit Florian Silbereisen (44). «Wir haben phantastische Zeiten erlebt», sagt Piero nicht ohne Stolz. «Mit unseren Italo-Hits haben wir unzählige Menschen glücklich gemacht.»

Nicht mehr am selben Strick gezogen

In den vergangenen Monaten kam es allerdings immer öfter zu Unstimmigkeiten zwischen den Brüdern. Diese hätten vor allem mit der kreativen Ausrichtung der Gruppe zu tun ­gehabt, erzählt Piero. «Von uns hatte jeder von Anfang an genau dasselbe Mitspracherecht, doch auf Dauer ging das einfach nicht gut. Die Vorstellungen waren zu unterschiedlich.» Am Ende hätten sie einfach nicht mehr alle am selben Strick gezogen. «Was dazu geführt hat, dass ich mich jetzt wieder auf eigene Projekte und meine Solo­karriere konzentriere.»
Da war ihre gemeinsame Welt noch in Ordnung: Mimmo, Amedeo, Piero und Gabriele (v. l.) als Esteriore Brothers im letzten Jahr.
Da war ihre gemeinsame Welt noch in Ordnung: Mimmo, Amedeo, Piero und Gabriele (v. l.) als Esteriore Brothers im letzten Jahr.Imago
Da war ihre gemeinsame Welt noch in Ordnung: Mimmo, Amedeo, Piero und Gabriele (v. l.) als Esteriore Brothers im letzten Jahr.
Da war ihre gemeinsame Welt noch in Ordnung: Mimmo, Amedeo, Piero und Gabriele (v. l.) als Esteriore Brothers im letzten Jahr.Imago
Diese begann 2004 mit ­seiner Teilnahme an der ersten Staffel der Castingshow «­MusicStar» des Schweizer Fernsehens. Im Jahr darauf schaffte es sein Debütalbum «1 Secondo» gleich auf Platz drei der Hitparade. Später ­tourte Piero mit Volks-Rock'n'Roller An­dreas ­Gabalier (41) durch Deutschland und sang im Duett mit Schlager-­Legende Roberto Blanco (88). Zwischendurch war er immer wieder in seiner Heimat ­Laufen BL anzutreffen, wo er nebenbei ein Coiffeurgeschäft und eine Pianobar betrieb. «Ich brauche diese Arbeit als Ausgleich zur Showbühne», sagt er.

Loser Kontakt

Der Kontakt zu seinen Brüdern sei zurzeit eher lose, räumt Piero ein. «Es ist gut, dass wir uns jetzt ein bisschen aus dem Weg gehen.» Nichtsdestotrotz würden sie eine ­Familie bleiben, betont er. «Und auch weiterhin alle zusammen Familienfeste feiern.»
Als Nächstes geht der Sänger mit «Das Zelt» auf grössere Schweiz-Tournee. Sein erstes Konzert mit einer neuen Band wird er Anfang April in Zürich spielen. «Zu hören gibts neben eigenen Songs natürlich auch viele Coverversionen von Italo-­Klassikern aus den 70er- und 80er-Jahren», kündigt er an. «Die Show muss schliesslich weiter­gehen.»

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Mimmo, Gabriele und Amedeo machen zu dritt als Esteriore Brothers weiter. «Ich wünsche meinen Brüdern auf ihrem neuen Weg viel Glück», sagt Piero. «Genauso viel Glück wünsche ich aber auch mir selber», ergänzt der Baselbieter spitzbübisch lachend.

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