Bea und Padi Bernhard

So entstand ihre «Ewigi Liäbi»

Sein Hit «Ewigi Liäbi» ist etwas älter als seine Liebesgeschichte mit Ehefrau Bea. Dass aus diesem Song ein Kinofilm entstanden ist, rührt den Sänger zutiefst. Doch das Beste, was Padi Bernhard je geschehen ist, war eine Gesichtsbehandlung, die in eine grosse Liebe mündete.

Chiara Schmed

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Eng miteinander vertraut: Bea und Padi Bernhard strahlen gemeinsam zu Hause in Brunnen SZ. Siggi Bucher

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Verliebt lächeln Padi Bernhard (55) und Frau Bea (53) zu Hause in Brunnen SZ in die Kamera. Für ein gelungenes Bild müssen sie nichts vortäuschen: Dass die Chemie zwischen dem «Ewigi Liäbi»-Sänger und der Kosmetikerin stimmt, ist bis heute so spürbar wie an ihrem Hochzeitstag vor 24 Jahren.
Ihre Liebe währt beinahe so lange wie der Hit «Ewigi Liäbi», den der ausgebil­dete Primarlehrer Padi Bernhard vor 31 Jahren geschrieben hat. Damals war das Lied kein Liebesgeständnis an Bea, sondern ein Weihnachtsgeschenk für seine damalige Partnerin.
Bis heute ist der Song schweizweit in aller Munde, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und immer wieder neu interpretiert. 2007 wurde ein Musical dazu aufgeführt – «Ewigi Liebi» gilt als ­erfolgreichstes Schweizer Musical aller Zeiten. Nun wurde es auch verfilmt und läuft demnächst in den Schweizer Kinos.

Besondere Bedingung für die Verfilmung

In der romantischen Komödie, in der unter anderem Sänger Luca Hänni (31) und Moderatorin Susanne Kunz (47) mitspielen, ist auch Padi Bernhard kurz zu ­sehen. «Das war meine Bedingung, als der Produzent mich fragte, ob sie meinen Song verwenden dürfen», verrät er schmunzelnd. Dass der Song jemals so Wellen schlagen würde, hätte er nie gedacht. «Hätte mir jemand vor 30 Jahren gesagt, dass aus meinem Song ein Film wird, ­hätte ich ihn aus­gelacht», so Padi Bernhard.
Trotz aller Erfolge dieses Songs und der neuen Film­version bleibt für Bernhard eine Geschichte besonders wertvoll: seine persönliche Liebesgeschichte mit Bea. An diese erinnert er sich bis ins kleinste Detail: «1997 sah ich Bea zum ersten Mal im Coiffeur­laden meiner Eltern in Brunnen», beginnt der Sänger zu erzählen. Die blonde Kosmetike­rin musste im Laden ­etwas für ihre Chefin abholen. «Beas Auftreten beein­druckte mich, sie blieb mir im Gedächt­nis», erinnert er sich. Doch das ist noch nicht der Start ihrer gemeinsamen Geschichte, auch wenn sich ihre Wege ­immer wieder mal kreuzten.
1999 will Padi die Sache richtig angehen. «Ich buchte deshalb eine Gesichtsbehandlung bei Bea», erzählt er. Bei der ersten Behand­lung ist die Kosmetikerin nicht besonders beeindruckt von ihm: «Ich fand Padi witzig, aber mehr war da nicht», erinnert sich die gebürtige Urnerin. Der damals 28-jährige Padi lässt aber nicht locker und bucht eine zweite Behandlung. Zum Glück, denn bei dieser springt der Funken über. Bea beginnt, immer mehr Sympathie für ihn zu entwickeln. «Ich wusste damals gar nicht, dass er Musiker ist», erzählt sie lächelnd. Die beiden tauschen ihre ­Nummern aus und verabreden sich immer wieder für Dates. «Am 31. August 1999 ­kamen wir dann zusammen», er­innert sich Padi haarscharf und blickt ­dabei verliebt zu Bea.

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Viele Reisen

Es folgen aufregende Jahre: Die beiden ziehe in Brunnen zusammen, reisen viel herum, besonders nach Italien, Kreta und New York. «Ich spürte, dass Bea die Mutter meiner Kinder wird», sagt Padi. Am 22. 2. 2002 macht er ihr zu Hause den Antrag. Noch im selben Jahr heiraten die beiden.
Heute, 24 Jahre später, hat das Paar zwei erwachsene Kinder: Sarah (20) und Tim (23). «Es sind absolute Wunschkinder», verrät der stolze Papi. Während Sarah, die als Detailhandelsfachfrau arbeitet, bereits ausgezogen ist, wohnt Informatikstudent Tim noch zu Hause. Familie ist für Bea und Padi das Wichtigste. «Sarah kommt jedes Wochenende nach Hause», erzählt die Mutter. Die 20-Jährige schreibe zudem ­jeden Abend ihren Eltern. Soeben hat die vierköpfige Familie gemeinsam die Premiere von «Ewigi Liebi» besucht.
Padi Bernhard stand 2007 mit der Band Mash im ­Final von «Die grössten Schweizer Hits».
Padi Bernhard stand 2007 mit der Band Mash im ­Final von «Die grössten Schweizer Hits».Keystone
Padi Bernhard stand 2007 mit der Band Mash im ­Final von «Die grössten Schweizer Hits».
Padi Bernhard stand 2007 mit der Band Mash im ­Final von «Die grössten Schweizer Hits».Keystone
Die Ehe des Bernhard-Paars hatte wie alle andere Ehen aber auch ihre Höhen und Tiefen. «Besonders wegen Erziehungsfragen kriselte es immer wieder zwischen uns», gibt Padi Bernhard zu. Doch er wusste von Anfang an, dass er sich für diese Frau entschieden hatte und sie nicht aufgeben wollte. Kommunikation und das Finden gemeinsamer Lösungen seien der Schlüssel zu ihrer lang anhaltenden Ehe.

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Darüber hinaus leben die beiden nach dem Motto «Leben und leben lassen». Bea, die ihr eigenes Kosmetikstudio führt, ­bildet sich ständig weiter und treibt leidenschaftlich Sport. Padi, der eine Schule in Goldau SZ leitet, malt gerne, singt in der Band Trybguet und veröffentlicht ­seine eigene Musik. 2025 brachte er sein erstes Soloalbum «Es isch wies isch» heraus.
Seinen grössten Hit hat er nach 31 Jahren langsam gesehen – oder besser gesagt gehört. Dennoch berührte ihn die Film­version tief. «Luca Hänni und Elena Flury haben meinen Song wunderschön und zeitgerecht gesungen», meint er. Während «Ewigi Liäbi» nun auf der Leinwand ein neues Publikum findet, lebt und wächst jene von Padi und Bea immer weiter.

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