Der Seeländer Jungschauspieler hat sehr viele Hobbys und Interessen. Doch nach seinen Debüts bei «Mary Poppins» und «Mein Freund Barry» weiss Paco von Wyss ganz genau, was er später will.
Zum ersten Mal in einem Film mitspielen und dann gleich als Hauptdarsteller? Kein Problem für Paco von Wyss (15). In «Mein Freund Barry», der aktuell im Kino läuft, verkörpert er den zwölfjährigen Waisenjungen Georg, der auf dem Grossen St. Bernhard heimlich den kränkelnden Bernhardinerwelpen Barry aufzieht. Eine Geschichte, die ans Herz geht. Im Film von Markus Welter (57) spielt Paco von Wyss an der Seite renommierter Schauspieler wie Ulrich Tukur (68), Carlos Leal (56) und Max Hubacher (32).
Erste Schauspielerfahrung sammelte Paco bereits 2024. «Ich ging ans Casting von ‹Mary Poppins› bei den Thunerseespielen, ohne genau zu wissen, was ein Musical überhaupt ist, und ohne singen, tanzen oder schauspielern zu können», erzählt er schmunzelnd. Er überzeugte die Jury trotzdem und kam als Michael Banks zum Einsatz – eine grosse Rolle mit rund zwei Stunden Bühnenzeit pro Abend.
Strenge erste Drehwoche
Mit seiner Familie lebt Paco von Wyss in Lyss BE. Papa Leo (49), der mit seinen Kindern in seiner «Vatersprache» Französisch spricht, arbeitet als Wirtschaftsinformatiker, Mutter Elke (47), die aus Freiburg im Breisgau (D) stammt, ist Betriebswirtin. Pacos ältere Schwester Sarah (17) besucht das Gymnasium, und die jüngere Schwester Ylva (12) geht in Lyss zur Schule. Das tut auch Paco – jedenfalls, so oft wie möglich. Der Neuntklässler ist froh, dass ihm die Schule bei seinen Projekten entgegenkommt.
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Denn Paco von Wyss hat Lust auf mehr: Sein Ziel ist es, nach der Schule in Essen (D) Musical zu studieren. Bereits jetzt besucht er einmal pro Woche eine Musicalschule in Cham ZG. Daneben hat er Sing- und Tanzunterricht und lernt Saxophon und Klavier spielen. Das Interesse an der Musik hat ihm Papa Leo vererbt. Mama Elke dagegen setzt als ehemalige Leichtathletin die Sport-Akzente: So machte Paco früher Karate und spielt jetzt Curling. Für seine weitere Leidenschaft, das Klettern, reiche die Zeit meistens nicht mehr, sagt Paco. Dafür entspannt er sich, wenn er allein oder mit Papa Elektronik-Basteleien macht, Computergames spielt oder mit der Familie wandert.
Anstrengende erste Woche
«Für uns ist der Gradmesser, dass Paco nach einer Aktivität zufrieden und aufgestellt nach Hause kommt», sagt Leo von Wyss über die vielen Hobbys. Es gelinge seinem Sohn zum Glück gut, Prioritäten zu setzen. So hatte während der neunwöchigen Dreharbeiten an «Barry» nichts mehr Platz. Die erste Woche sei ungemein streng gewesen. «Ehrlich gesagt habe ich damals für kurze Zeit bereut, mitgemacht zu haben», sagt der 15-Jährige. Sein Vater bat daraufhin um kürzere Arbeitstage, von da an seien die Dreharbeiten auf dem Simplon, im Tessin und in Köln gut gegangen. Sich selbst zuzuschauen, sei nicht einfach, meint Paco über den fertigen Film, «aber er ist schon mega cool geworden!»
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Die Familie von Wyss am Wandern: Paco (Mitte) mit seinen Eltern Leo und Elke und den Schwestern Sarah und Ylva (r.).zvg
Die Familie von Wyss am Wandern: Paco (Mitte) mit seinen Eltern Leo und Elke und den Schwestern Sarah und Ylva (r.).zvg
Haustiere hatte die Familie von Wyss noch nie. Früher habe er mit den Nachbarshunden gespielt, sagt Paco. Nun freundete er sich mit allen «Barrys» an: «Auf dem Set hatte es einige Welpen, die ich gern mit nach Hause genommen hätte, aber …», Paco blickt in Richtung seiner Eltern. Die winken ab: Ein Bernhardiner passt leider nicht in Pacos volle Agenda.