Sie litt unter ihrer Kindheit

Das wurde aus Mariel Hemingway

Mariel Hemingway glaubte lange Zeit, dass auf ihrer Familie ein Fluch lastet. Doch ihre Befürchtungen waren zum Glück bislang unbegründet.

Dominik Hug

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Teaser Webseite (17).png Getty Images

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Mit ihrem berühmten Namen liess sich jede Tür öffnen. Und tatsächlich: Mariel Hemingway (64) angelte sich schon im ­Alter von 14 Jahren ihre erste Kinorolle. Den grossen Durchbruch schaffte sie 1981 als Freundin des «Stadtneurotikers» im Meisterwerk «Manhattan» von Woody Allen (90). Später ­spielte sie in der «Superman»-Serie, in der «Roseanne»-­Sitcom und in der Verfilmung eines Rosamunde-­Pilcher-Romans mit.
Danach widmete sie sich aber vor allem der eigenen ­Spiritualität. Denn Mariel ­hatte eine tragische Kindheit und wollte ihr Trauma aufarbeiten. «Ich wurde in eine Familie hinein­geboren, in der Tragödien schon fast Tradition sind», erinnert sie sich. Sie habe ­lange geglaubt, dass über ihrer Familie ein Fluch liegt.

Bekannter Grossvater

Ihr Grossvater war der ­bekannte Schriftsteller Ernest Hemingway, der seinem Leben im Alter von 61 Jahren ein Ende setzte. Dasselbe Schicksal ­ereilte Mariels ältere Schwester Margaux (†42), die ebenfalls Schauspielerin war. «Während vieler Jahre fragte ich mich ­immer wieder, ob ich wohl die Nächste bin», erklärt Mariel, die lange Zeit mit Depressionen und Essstörungen zu kämpfen hatte.

Zwecks Ablenkung eröffnete sie 1986 in New York ein Restaurant, weil sie sich zwischen den Dreharbeiten «immer ganz schrecklich» fühlte. In jener Zeit wurde sie zweimal Mutter. Und fing auch an, Bücher zu schreiben.

Mehrere Ratgeber publiziert

Seither hat sie mehrere ­Gesundheitsratgeber ver­öffentlicht, zum Beispiel da­rüber, wie man die ­innere ­Balance finden kann. Eine ­ihrer wichtigsten Erkenntnisse: «Man muss sich mit Menschen umgeben, die ­einem guttun und für einen sorgen.» Und: Man sollte sich im Alltag bewusst sogenannte «Friedensinseln» schaffen, um zur inneren Ruhe zu ­kommen.
Trotz ihres Grosserfolg als Autorin steht die begeisterte Yoga-Praktizierende noch heute zwischendurch vor der Kamera. Erfüllung findet sie aber hauptsächlich, wenn sie sich in ­ihrem abgelegenen Landhaus im US-Bundesstaat Idaho ­aufhält, wo sie sich ihre eigene «Friedensinsel» erschaffen hat.

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