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Rückzug für ihre Familie

Das wurde aus Heather Thomas

Mit 14 Jahren feierte Heather Thomas ihr TV-Debüt, wurde später zu einem der grössten US-Fernsehstars. Doch dann stürzte sie ab!

Dominik Hug

Heather Thomas als kecke Blondine in den 1980er-­Jahren.
Heather Thomas als kecke Blondine in den 1980er-­Jahren. Getty Images

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Immer gut drauf und dennoch knallhart! Durch die Action-Serie «Ein Colt für alle Fälle» mutierte Heather Thomas (68) in den 1980er-­Jahren zum Mega-Star. An der Seite von Hauptdarsteller Lee Majors (87) spielte sie die stets lässige Stuntfrau Jody Banks, die sich mit vollem Körpereinsatz auf Verbrecherjagd begibt.
Der Ruhm war gross. Und er kam schnell. Weshalb Heather Thomas, die bereits mit 14 das erste Mal vor einer Kamera gestanden hatte, beinahe daran zerbrach. Sie rutschte in die Drogen ab, heiratete, liess sich nach knapp einem Jahr wieder scheiden. Dann wurde sie beim Überqueren einer Strasse angefahren und überlebte nur knapp.
Nach einer Drogentherapie lernte sie Ende jenes turbulenten Jahrzehnts den österreichischen Schlagersänger Christian Anders (81) kennen. Die beiden verliebten sich. Aber auch diese Beziehung hielt nicht lange. Nebenbei drehte Heather Thomas weiter Filme, die aber meist floppten.

Rückzug nie bereut

In den 1990er-Jahren hei­ratete sie den bekannten Hollywood-­Anwalt Harry M. Britten­ham († 84) und wurde Mutter. Zum Wohle der ­Familie zog sie sich aus dem Film­geschäft zurück. Ihre Kinder ­sollten eine normale Kindheit haben, erklärte sie. «Ich traf die Entscheidung als ­Mutter und habe sie nie bereut.» Zumal sie auf das Geld als Schauspielerin nicht angewiesen war. Sie hatte dank «Ein Colt für alle Fälle» genug verdient.
The Fall Guy Premiere - LA Heather Thomas, At Los Angeles Premiere Of Universal Pictures The Fall Guy at Dolby Theatre i
The Fall Guy Premiere - LA Heather Thomas, At Los Angeles Premiere Of Universal Pictures The Fall Guy at Dolby Theatre i
Heute ­meidet sie öffent­liche Anlässe.imago/ABACAPRESS
Heute ­meidet sie öffent­liche Anlässe.imago/ABACAPRESS
Während den ver­gangenen 20 Jahren versuchte sie sich als Romanautorin – mit mässigem Erfolg. Und sie engagierte sich politisch. So organisiert sie seit 2004 monatlich in ihrem Haus in Südkalifornien ein Frühstück, bei dem Spenden für ­liberale Politiker gesammelt werden. «Mir war die Gleichberechtigung von Frauen und Minoritäten, aber auch der Umweltschutz schon immer sehr wichtig», sagt sie. «Ich wollte nicht länger nur zuschauen, auch meinen Kindern und Enkeln zuliebe. Ich wollte gegen die Leute ins Feld ziehen, die nur am Geldver­dienen interessiert sind und denen das Wohl der Menschen und der Umwelt egal ist.»
Eine Rückkehr ins Fern­sehen oder ins Kino schliesst sie zwar nicht kategorisch aus, sie würde sich heute aber nur noch zu kleineren Gastrollen hinreissen lassen. Während ihrer jungen Jahre habe sie zu viele schlimme Erfahrungen gemacht mit Stalkern, die ihr wegen des Ruhms nachgestellt hätten. Das brauche sie in ­ihrem Alter nicht mehr, sagt die inzwischen 68-Jährige.

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