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Franz W. Faeh

Hurra, endlich pensioniert!

Der Küchenchef des legendären Hotel Palace in Gstaad BE geht Ende Woche offiziell in Pension. Nun freut sich Franz W. Faeh auf Familienbesuch und auf viel Zeit zum Skifahren.

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Franz W. Faeh, als ­Küchenchef eines der Aushängeschilder des Hotel Palace, tritt von der Kochbühne ab.
Franz W. Faeh, als ­Küchenchef eines der Aushängeschilder des Hotel Palace, tritt von der Kochbühne ab.Kurt Reichenbach

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In Gstaad BE geht eine Ära zu Ende: Franz W. Faeh (65), der bekannte Küchenchef des Hotel Gstaad Palace, hat vergangenen Samstag zum letzten Mal in der Hotelküche ge­arbeitet. Nach dem Aufräumen steckte er seinen goldenen Abschmecklöffel ein: «Den nehme ich heim. Ich habe ihn schon seit über 40 Jahren.»
«Ich freue mich auf die Pension», sagt er. Dennoch habe er auch gemischte Gefühle. ­Bevor sich das Personal für die Saisonpause verabschie­dete, stand für Franz W. Faeh noch der emotionalste Moment bevor: der Abschied von seinem 55-köpfigen Team. Überraschungen wollte er ­keine: «Das habe ich klipp und klar gesagt!»
Schon der Grossvater und der Vater von Franz W. Faeh waren als «Hausfotografen» mit dem «Palace» verbunden. Er selbst konnte im Nobelhaus die Kochlehre machen. Nach diversen Stationen wie Hongkong, Bangkok oder St. Moritz GR verschlug es den Berner Oberländer 2016 wieder in sein Heimatdorf, um in seinem einstigen Lehrbetrieb Küchenchef zu werden. Letzten Herbst wurde er zum heimlichen Liebling der SRF-Dok-Reihe «Inside Gstaad Palace». Diesen Frühling erschien seine Biographie.

Bald kommt der Enkel

Als Neurentner zieht es Franz W. Faeh nicht etwa in die ­Ferne. Mit seiner Partnerin ­Regula Kohler (62) wird er auch künftig in Gstaad wohnen. Als Kinder sind die beiden im selben Haus aufgewachsen, fanden sich «interessant», hatten sich dann aber für viele Jahre aus den Augen verloren. Letzten Herbst funkte es plötzlich, und sie wurden ein Paar.
Schon bald kommt die ­Familie seiner Tochter, die in Kanada lebt, zu Besuch. Franz W. Faeh freut sich besonders darauf, seinen Enkel in die Arme zu schliessen, der im Mai zur Welt gekommen ist.
Und danach? «Ich gönne mir, einen ganzen Winter lang nichts zu tun», sagt der pen­sionierte Küchenchef verschmitzt. Als passionierter ­Skifahrer wird er es geniessen, wann immer ihm danach ist, auf die Skis zu steigen. Nicht nur daheim im Saanen­land, sondern ebenso gern in St. Moritz GR, Zermatt VS, Saas-Fee VS oder in Grindel­wald BE.
Regula Kohler, Franz w. Faeh, Chef Palace Gstaad
Regula Kohler, Franz w. Faeh, Chef Palace Gstaad
Bald gibt es mehr Paar-Zeit für Franz W. Faeh und Partnerin Regula ­Kohler.Kurt Reichenbach
Bald gibt es mehr Paar-Zeit für Franz W. Faeh und Partnerin Regula ­Kohler.Kurt Reichenbach
Um das Rentnerleben vorzukosten, gönnte sich Franz W. Faeh bereits während seiner letzten Saison immer mindestens einen ­freien Tag pro ­Woche. «Das hat sehr gut getan», sagt er. Was nach der Skisaison sein wird, ob Faeh wieder auf die eine oder andere Art beruflich tätig sein wird, weiss er noch nicht. Anfragen flatterten ­jedenfalls viele ins Haus, meint er lächelnd. Aber als Küchenchef werde er sicher nicht ­wieder arbeiten, stellt er klar.
Seine erste AHV wird Franz W. Faeh im Februar 2027 bekommen. «Vermutlich werde ich mit dem Geld gut essen ­gehen», sagt er. In welchem Restaurant das sein wird, ist ihm jedoch nicht zu entlocken. Übrigens wird er auf eine ­spezielle Art auch in Zukunft noch im legendären «Palace» präsent sein. Er sagt: «Meine ­Gerichte, die gut ­laufen, werden hoffentlich noch lange auf der Speisekarte bleiben.»

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Über die Autoren
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Andrea Butorin
Als Reporterin ist Andrea Butorin für die GlücksPost in der ganzen Schweiz unterwegs.

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