Florian Ast und Florian Fox

Brüder im Geiste der Country-Musik

Florian Ast und Florian Fox teilen nicht nur denselben Vornamen, sondern auch die Leidenschaft für die ­amerikanische Volksmusik. Nun haben sie erstmals gemeinsam einen Song veröffentlicht.

Dominik Hug

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Grossauftritt bei Albi’s Country Festival im Zürcher Hallenstadion am Samstag, 28. März: Mundart-Star Florian Ast (l.) und Bariton-Stimme Florian Fox. Thomas Meier

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Cowboy-Hüte tragen sie keine. Trotzdem gehören sie zu den grössten Country-Fans des Landes. ­Mit dem soeben erschienenen Ohrwurm «Whiskey» huldigen Mundart-Star Florian Ast (50) und Bariton-Stimme Florian Fox (33) jetzt zum ersten Mal öffentlich ihrer Leidenschaft für die amerikanische Volksmusik. «Auf diese Premiere habe ich lange gewartet», sagt Ast und ergänzt lachend: «Ich musste 50 Jahre alt werden, um den perfekten Partner für ein solches Duett zu finden.»
Die Wege der beiden Sänger mit demselben Vornamen ­haben sich in den letzten Jahren an Konzerten und anderen Anlässen immer wieder gekreuzt. Näher ins Gespräch ­kamen sie allerdings erst im Sommer 2025, als sie an der Prix-Walo-Verleihung in unterschiedlichen Sparten für einen Preis nominiert waren – und diese dann auch prompt ­gewannen. Ast bekam den Prix Walo in der Kategorie Pop/Rock, Fox in der Kategorie Country. «An jenem Abend ­beschlossen wir, dass wir unbedingt gemeinsame Sachen machen wollten», erinnert sich Fox. Ein paar Wochen später waren die zwei bereits im ­Studio, um «Whiskey» aufzunehmen.

Sehnsucht nach den USA

Sie hätten in all der Zeit ­einen wunderbaren Austausch gehabt, erzählt Ast. «Auch weil wir eben viele ähnliche Interessen haben.» Diese umkreisen vor allem ihre Sehnsucht nach den USA. Beide reisten schon mehrfach durch den nordamerikanischen Kontinent. Florian Ast war viel in den Südstaaten auf den Spuren seines Vorbilds Elvis Presley (†42) unterwegs, besuchte aber auch die Westküste. Florian Fox wiederum lebte einst ein ganzes Jahr lang in der Country-Metropole Nashville.
Doch was genau macht für sie die anhaltende Faszination für Amerika aus? «Einerseits imponiert mir die monumentale Natur mit den vielen National­parks», antwortet Ast, «anderseits prägte mich schon von klein auf dieser kulturelle Mythos von Freiheit, Weite und dem sogenannten American Dream.» Es sei halt noch immer ein Land der Superlative, schwärmt Fox. Er ist mit den Liedern von Country-Legende Johnny Cash († 71) gross geworden – «und die liebe ich bis heute über alles». Erstaunlich ist es deshalb nicht, dass die Musik von Fox jener von Cash ähnlich ist.

«Sehr entspannend»

Bei Florian Ast ist es etwas ­anders: Der Mundart-Sänger machte sich schon in jungen Jahren einen Namen als Party-Garant, schrieb dann mit dem Titel «Träne» eine der be­rührendsten Balladen überhaupt. «Mein Herz hat aber auch immer für Country geschlagen», erklärt er. «Diese Musik wirkt auf mich sehr ent­spannend und aufbauend.» Dasselbe gelte auch für ihn, meint Fox. «Nur bei Country-Musik kann ich richtig ab­schalten.»
Umso glücklicher sind die beiden denn nun auch, dass sie ihr gemeinsames Lied Ende März ausgerechnet an Albi’s Country Festival im Hallen­stadion Zürich live vorstellen können. «An diesem Festival treten so viele tolle Künstler auf», schwärmt Fox, «für ein Wochenende mutiert das Hallen­stadion quasi zum Epizen­trum der Country-­Musik.» Es mache sie richtig­gehend stolz, ihren Song dort an der Seite von Super­stars wie Johnny Reid (51) und den Bellamy Brothers uraufführen zu dürfen, gesteht Ast.

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Cowboy-Hüte werden die beiden auch bei ihrem grossen Auftritt im Hallenstadion keine tragen. Für eine gross­artige Zeit dürften die beiden Brüder im Geiste der Country-Musik aber dennoch sorgen. «Das ver­sprechen wir», sagen Flo­rian und Florian wie aus der ­Pistole geschossen.

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