Ad astra! Auf zu den Sternen! Erich von Däniken hat am 10. Januar im Alter von 90 Jahren diese Welt verlassen. Der gebürtige Zofinger war vier Tage vorher in seinem Haus auf dem Beatenberg gestürzt und wurde danach ins Spital nach Interlaken BE gebracht. Dort starb der geschwächte Alien-Forscher dann an den Folgen des hohen Alters. Aus dem Umfeld des Bestseller-Autors war zu erfahren, dass er seit rund einem Jahr gesundheitlich angeschlagen war und stark an Gewicht verloren hatte.
Sein allerletzter Auftritt
Am 1. November 2025 sprach der «Prophet der Vergangenheit und Zukunft» ein letztes Mal zu seinen Anhängern. An der Jahrestagung der Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und Seti (A.A.S.) im Mystery Park in Interlaken stand er plötzlich am Stehpult. Sichtlich geschwächt, im viel zu gross gewordenen blauen Kittel und doch mit feuriger Stimme rief Erich von Däniken in den Saal: « Wir sind auf der Siegerlinie! Die Menschen beginnen zu verstehen, dass wir richtig liegen. Die Götter unserer Vorfahren waren Astronauten, wir haben Besuch von den Ausserirdischen bekommen!» Rund zwei Minuten dauerte der forsche, unangekündigte Auftritt und dann entschwand er so schnell und überraschend, als wäre auch er ein Alien. Das Publikum tobte und reagierte mit einer stehenden Ovation. Es sollte die letzte Ehrerbietung für den Schweizer sein. Erich von Däniken hinterlässt nicht nur Ehefrau Elisabeth (88), mit der er 65 Jahre verheiratet war, Tochter Cornelia (63), zwei Grosskinder und ein Urgrosskind, sondern auch ein gigantisches Erbe an Dokumenten sowie Berge von Archivmaterial. Laut Ramon Zürcher, der seit zehn Jahren Geschäftsführer und Teilhaber von Erich von Dänikens Firma ist, sollen die Autorenrechte an den über 50 Büchern in der Familie von Däniken bleiben. Ebenso soll die «Stiftung Erich von Däniken», welche Gelder für Forschungen über die grossen Rätsel der Welt sammelt, weitergeführt werden. Anstelle von Erich von Däniken wird möglicherweise Tochter Cornelia das Präsidium übernehmen. Ramon Zürcher selbst bleibt Chef der Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und Seti in Interlaken und will von Dänikens Vermächtnis unbedingt «bewahren und weiterführen».
Trotz grossem internationalen Erfolg mit über 80 Millionen verkauften Büchern, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden, ist Erich von Däniken weiss Gott nicht als Millionär gestorben. Der umtriebige Mann hat auf seiner Spurensuche nach den Göttern und Aliens jeden verdienten Franken investiert – «um die Wahrheiten zu finden».