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Mathilde Gremaud

«Das wollte ich richtig geniessen»

Ihr zweites Olympia-Gold hat Mathilde Gremaud eine volle Agenda beschert. Trotzdem genoss die Freeskierin einen Abstecher in die Heimat in vollen Zügen.

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Mathilde Gremaud ist zwar Wintersportlerin, mag aber den Sommer am liebsten: «Da braucht man keine Jacke», sagt sie.
Mathilde Gremaud ist zwar Wintersportlerin, mag aber den Sommer am liebsten: «Da braucht man keine Jacke», sagt sie.David Biedert

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Während Skirennfahrer im Affentempo den Berg hinunterrasen, macht Mathilde Gremaud (26) als Freeskierin so verrückte Sprünge, dass man manchmal kaum hinschauen mag.
Gremaud ist zweifache Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin. «Ich bin schon stolz, dass ich in Milano-Cortina wieder Gold geholt habe», sagt sie acht Monate nach diesem Triumph und kurz vor dem Start in die neue Saison. Sie und ihr Team hätten in den letzten vier Jahren sehr gute Arbeit geleistet.
Eigentlich wollte sie sich diesen Sommer mit einem Surftrip belohnen. Doch der muss warten. Auch ihr Masterstudium in Betriebswirtschaft liegt gerade auf Stand-by. Das zweite Olympia-Gold bescherte ihr einen ziemlich vollen Terminkalender mit zahl­reichen angenehmen Einladungen. «Am schönsten ist es für mich, Kindern zu begegnen. Wenn die etwas Positives sagen, weiss ich, dass es ehrlich gemeint ist», sagt die perfekt zweisprachige Gremaud.

Mal Abenteuer, mal gemütliches Grillieren

Auch etwas Zeit für sich selbst blieb im letzten halben Jahr übrig: «Ich bin mit dem Auto ein bisschen durch die Schweiz, Österreich, Italien und Frankreich gefahren.» Zudem verbrachte sie drei Wochen bei ihren Eltern in La Roche FR: «Das war schön, denn ich bin ja nicht mehr so oft da.» Sie sei hart geblieben und habe währenddessen alle Termine oder Sponsorenanfragen abgelehnt. «Denn der Sommer ist die beste Zeit, es ist immer warm, man braucht nie eine Jacke, und das wollte ich richtig geniessen.»
Seit bald zwei Jahren lebt Mathilde ­Gremaud mit ihrer Partnerin, der ­österreichischen zweifachen Downhill-Weltmeisterin Valentina Höll (24), in ­Innsbruck (A). Die Winter- und die Sommer­sportlerin leben nach komplett unterschiedlichen Agenden. «Wir sehen uns mindestens einmal pro Monat und ver­suchen, dass dann zwei Tage oder mehr drinliegen», sagt Gremaud.
Dann stehe oft Sport mit einer Prise Abenteuer auf dem Programm: Mal biken sie zusammen, gehen Ski fahren oder auf eine Skitour oder sie campieren in den Bergen. «Weil wir eine coole Terrasse haben, laden wir aber gern auch unsere Freunde zum Grillieren ein», sagt sie ­weiter.

Vorbereitungen sind im vollen Gange

Die diesjährige Grillsaison ist im Hause Gremaud/Höll nun aber zu Ende: ­Mathilde Gremaud steckt mitten in den Vorbereitungen für die neue Freestyle-­Saison. «Ich übe neue Tricks und Sprünge und versuche laufend, mein Niveau zu verbessern», sagt sie. Sie ist Teil des neu geschaffenen X-Games-Teams. Die X Games sind für die Freestyler ebenso wichtig wie die Weltcup-Stationen. Statt wie bisher einem Event pro Jahr gibt es nun deren drei, bei denen man als Team Punkte sammelt.
Und etwas weiter in die ­Zukunft geblickt, hat Gremaud grossen Appetit, ihre Titel zu ver­teidigen: Die Weltmeisterschaften finden 2027 statt. «Versprechen will ich noch nichts, aber ich bin sehr motiviert, in vier Jahren wieder an den Olympischen Spielen zu starten.»

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Über die Autoren
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Andrea Butorin
Als Reporterin ist Andrea Butorin für die GlücksPost in der ganzen Schweiz unterwegs.

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