Beatrice Egli

Fieses Spiel mit ihrem Mami

Täglich versuchen Betrüger, die Fans von Schlagerstars wie Beatrie Egli über den Tisch zu ziehen. Erschreckend: Nicht einmal vor deren Familie machen sie halt.

Remo Bernet

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Ida Egli-Kellers (kl. Bild) Name wird von Betrügern missbraucht. Siggi Bucher/IMAGO/eventfoto54

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Es ist an Dreistigkeit kaum zu über­bieten! Beatrice-Egli-Fans staunen nicht schlecht, als sie auf Facebook plötzlich eine Mitteilung von der «Mama» des Schlagerstars sehen. Für einen stolzen Preis verkauft diese «Fankarten». Sie spricht gar von möglichen gemeinsamen Ferien. Denn sie habe die Fans ihrer Tochter so lieb.
Das Problem: Es handelt sich dabei nicht um die richtige Ida Egli-Keller (61), die den Anhängern ihrer Tochter etwas Gutes tun will. Stattdessen stecken Betrüger hinter dem Profil und geben sich als die Mutter der Schlagersängerin aus, um so an Geld zu gelangen. Denn die angepriesenen Fankarten gibt es nicht und Mama Eglis Name wurde nur verwendet, um sich das Vertrauen von Schlagerfans zu erschleichen.
Eglis Tourveranstalter Dieter Semmelmann (60) bestätigt «Bild»: Die Sängerin hat ihre Anwälte eingeschaltet und Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Die ­Ermittlungen der Polizei laufen bereits.

Gesamte Schlagerbranche betroffen

Beatrice Egli (37) ist kein Einzelfall: Täglich gibt es neue Betrüger-Profile auf den sozialen Netzwerken, die auch Schlagerstars wie Vincent Gross (29), Francine Jordi (48) oder Maite Kelly (46) imitieren, um deren Fans eiskalt über den Tisch zu ziehen.
Oft melden sich die vermeintlichen ­Musiker in Kommentarspalten oder Direkt­nachrichten. Ihr Ziel: Unter einem Vorwand wollen sie Geld oder Gutscheine erhalten.
Beatrice Egli warnt ihre Fans: «Bitte seid vorsichtig und folgt nur meinen offiziellen Social-Media-Kanälen.» Nur über diese melde sie sich.

Was auf Betrüger-Profile hindeutet

Wenn sich Prominente oder deren Angehörige melden, sollten sofort die Alarmglocken läuten! Hinterfragen Sie: Warum sollte der Prominente ausgerechnet Ihnen schreiben? Sogenannte «Fake-Profile» sind oft erst kürzlich erstellt worden und haben in den Nachrichten oder im Namen (hier: «Mrs Ida egli Keller») Fehler und ­komische Formulierungen. Offizielle Pro­file haben Musiker in der Regel auf ihrer Webseite angegeben – alle anderen sind verdächtig. Wichtig: Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein, klicken Sie keine Links an und geben Sie keine Daten weiter!
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