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«Bauer, ledig, sucht»-Teilnehmerin Karina­

«Für die Liebe ist man nie zu alt»

Nach einer Trennung wagt eine Luzernerin ganz ohne Italienischkenntnisse den Neuanfang in Süditalien. Während sie das ruhige Leben in ihrer neuen Heimat geniesst, sehnt sie sich aber nach Zweisamkeit. Deshalb wagt sie nun den Schritt ins TV.

Remo Bernet

Ein Herz für Tiere: Die 65-jährige Karina kümmert sich in ihrer neuen Heimat mittlerweile um zehn Hunde.
Ein Herz für Tiere: Die 65-jährige Karina kümmert sich in ihrer neuen Heimat mittlerweile um zehn Hunde.3+

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In Italien hat die Luzernerin ihr Glück gefunden – nur fehlt ihr der Partner, um dieses zu teilen. Darum nimmt ­Karina (65) nun an der neuen Staffel der 3+-Kuppelsendung «Bauer, ledig, sucht …» (ab dem 16. August um 20.15 Uhr) teil. Denn für die Auswanderin ist klar: «Für die Liebe ist man nie zu alt.»
Nach zwei Jahren als Single wünscht sie sich wieder einen Partner an ihrer ­Seite: «Ein Mensch mit einem grossen Herzen, fröhlich und offen – und vielleicht handwerklich begabt!» Gemeinsam ­möchte Karina das südländische Lebens­gefühl geniessen, im privaten ­Pizzaofen Pizza backen und Zukunfts­pläne ­schmieden.
An einem Wunsch arbeitet sie bereits fleissig: Aus den Trauben der eigenen ­Reben stellt sie selber Rotwein her. «Vielleicht gibt es ja mal einen Liebeswein», meint Karina. Denn ihr sei wichtig, dass ein Partner bereit dazu sei, mit anzu­packen. «Aber es bleibt sicher auch genug Zeit für uns zwei.»

Sie kümmert sich um zehn Hunde

An tierischer Gesellschaft mangelt es ihr auf jeden Fall nicht: Die 65-Jährige teilt sich ihr Zuhause mit zehn Hunden und einer ­Katze. «Das ist eigentlich gar nicht gewollt gewesen», sagt sie lachend. Ihre ohnehin schon grosse Hundefamilie wuchs weiter, nachdem ein aufgenommenes Tier ­überraschend mehrere Welpen zur Welt brachte. Ende letzten Jahres kam noch ein am Gartenzaun angebundener Fundhund dazu. Die Liebe zu den Vierbeinern bekam sie in die Wiege gelegt. «Meine Eltern ­waren schon im Tierschutz engagiert, bevor es den Begriff überhaupt gab», meint sie.

Nach Apulien verschlug es sie, als ihre Beziehung nach 15 Jahren zerbrach. ­«Meine Pensionierung stand damals an, und ich hatte schon lange den Wunsch, in einem anderen Land zu leben», erklärt die ausgebildete Arbeitsagogin weiter. Über eine Facebook-Gruppe wurde sie auf die Region in Süditalien aufmerksam. «Ich habe dann im Internet recherchiert, und was ich sah, gefiel mir.» Kurzerhand – ohne Italienisch sprechen zu können – entschied sie sich für einen Umzug nach Apulien.
Das erste Jahr sei nicht einfach gewesen: Karina musste zügeln und brauchte Zeit, sich in ihrer Wahlheimat einzuleben. «Aber es hat sich gelohnt: Ich bin sehr glücklich hier», erzählt sie.

««Ich bin sehr glücklich hier»»

Karina über das Leben in Süditalien
«Hier ist alles viel entspannter und ­offener als in der Schweiz.» Gerade die Herzlichkeit der Einheimischen hat ihr das Einleben erleichtert. Dennoch vermisst sie gelegentlich Vertrautes aus der Heimat: ihre beiden erwachsenen Söhne, Freunde und Luzern – für sie «die schönste Deutschschweizer Stadt».

Anderer Lebensstil in Italien

Auch an die italienische Gelassenheit musste sie sich erst gewöhnen: Man dürfe nicht auf die «100-prozentige Zuverlässigkeit» bestehen, die man aus der Schweiz kenne. «Abmachungen sieht man hier viel lockerer.»
Sie hingegen hält sich streng an Regeln – und erzählt darum nicht zu viel vom längst abgeschlossenen «Bauer, ledig, sucht …»-Dreh. Sie verrät lediglich: «Ich würde sofort wieder mitmachen. Es war wirklich eine ganz lässige Erfahrung.» Ob sie auch ihr Herz verschenken konnte? Dazu schweigt Karina. «Das Einschalten soll sich ja lohnen.»

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