Es ist ein turbulenter Tag, an dem Bachelorette Ariel (23) die GlücksPost in ihren vier Wänden in Basel empfängt: Ihre zweijährige Tochter ist krank. «Ileyna ist gerade eingeschlafen», erzählt sie. Die Nacht sei kurz gewesen. «Ich hatte jetzt auch keine Zeit, mich für die Fotos zu schminken. Aber das ist mir eigentlich egal: Im Dschungelcamp sah ich schlimmer aus», sagt Ariel, während sie auf dem Balkon für die Bilder posiert.
In ihrem Wohnzimmer steht noch ein voller Koffer. Erst vor wenigen Tagen ist sie aus Thailand zurückgekehrt, wo die gelernte Fachfrau Betreuung für die Sat.1-Sendung «Promis unter Palmen» vor der Kamera stand. Denn in Deutschland gehört Ariel zu den gefragtesten Reality-TV-Stars – also Personen, die an Unterhaltungsformaten wie «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» und «Promi Big Brother» teilnehmen. Rund ein Dutzend solcher Sendungen hat sie in den vergangenen Jahren abgedreht.
Ariel ist sich bewusst, warum man sie immer wieder dafür bucht. «Ich nehme kein Blatt vor den Mund», sagt sie. Das bewies sie auch im diesjährigen RTL-Dschungelcamp vor einem Millionenpublikum. Immer wieder suchte sie die Konfrontation mit den anderen Campern, unterhielt aber auch mit viel Drama bei den gefürchteten Ekel-Prüfungen. «Ich würde es sofort wieder machen», sagt sie.
Trauer um ihren geliebten Vater
Im Fernsehen zeigt Ariel stets ihre harte Schale, doch zuletzt musste sie privat einen grossen Verlust verkraften: Im vergangenen November verlor sie ihren Vater, der schwer an Krebs erkrankt war. Bis heute habe sie seinen Tod weder verarbeitet noch richtig akzeptiert. «Ich habe mit dem Trauerprozess nicht einmal angefangen», sagt sie offen. «Ich habe mich bisher einfach abgelenkt.»
Zu ihrer Mutter hat sie keinen Kontakt. Zu viel sei vorgefallen, erzählt Ariel. Denn ab dem Alter von zwölf Jahren wuchs sie in einem Heim auf. «Ich musste früh lernen, auf mich selbst zu achten.»
Umso wichtiger ist es der Schweizerin mit türkischen und spanischen Wurzeln, immer für ihre Tochter, die aus einer früheren Beziehung stammt, da zu sein. «Ileyna war auch beim Bachelorette-Dreh dabei.» Zu sehen sein werde die Zweijährige in der Sendung aber nicht. «Die Entscheidungen treffe ich alleine», sagt sie und lacht: «Ileyna kann man schnell mit Schokolade von sich überzeugen.»
Sie selbst hat nach zwei Jahren als Single genaue Vorstellungen vom Mann an ihrer Seite. «Die Person muss auf jeden Fall ruhiger sein als ich, ansonsten kommt das nicht gut.» Auch müsse ihr Partner mit beiden Beinen im Leben stehen und mit ihrer impulsiven Art umgehen können. «Und wenn er nicht kinderlieb ist, hat er ohnehin keine Chance», fügt Ariel an.
Traum vom Leben auf Zypern
Im Idealfall ist ihr Zukünftiger auch offen für ein Leben im Ausland. «Nach dem Tod meines Vaters hält mich nichts mehr in Basel», sagt sie offen. Ihr ganzes Leben verbrachte sie im selben Quartier, nun sei sie bereit für ein neues Kapitel. «Ich träume davon, nach Zypern auszuwandern. Ich sehe mich schon dort am Strand liegen.» Spruchreif sei noch nichts – aber den Wunsch trage sie schon lange mit sich herum, und die Zeit sei reif, sich darum zu kümmern.
Eine gut ausgestattete Küche bräuchte sie in einem neuen Zuhause auf jeden Fall nicht. «Ich koche eigentlich nie», sagt Ariel gelassen. Lieber gehe sie mit ihrer Tochter in Restaurants essen – oft zieht es sie dann auch über die Grenze nach Deutschland. «Da kann ich mich einfach hinsetzen. Ich habe keine Lust darauf, lange zu kochen und danach wieder aufzuräumen», sagt sie. Auch ist Ariel davon überzeugt, dass sie auf diese Art Geld spare. «Selbst eine Lasagne zu machen, kommt mich bestimmt teurer, als zum Italiener zu gehen.»
Dass sie mit Aussagen wie dieser aneckt, ist ihr durchaus bewusst. «Es interessiert mich überhaupt nicht, was andere von mir denken», betont Ariel. Sie ist fest davon überzeugt, dass viele Kritiker insgeheim nur eifersüchtig seien. «Sie wollen nur ein Leben leben, wie ich es habe.»
Sie selbst sei zufrieden mit ihrem Leben. «Ich bin sehr dankbar für das, was ich habe. Und vor allem: Meiner Tochter und mir geht es gut. Gesundheit ist das grösste Glück.» Dennoch wünsche sie sich einen Mann an ihrer Seite. «Es macht mich traurig, wenn ich abends im Restaurant nach rechts und links blicke und überall glückliche Familien sehe.»
Grosse Ankündigung
Die «Bachelorette»-Staffel (ab dem 26. Oktober auf 3+) wurde im Sommer abgedreht. Ob Ariel dort ihr Herz verschenkt hat? «Dazu sage ich nichts. Sonst schaltet ja niemand ein», sagt sie und lächelt wieder. Sie sei auf jeden Fall bereit, ihr Herz zu verschenken. «So viel kann ich verraten: Es hat einige Kandidaten, die ich interessant fand.» Doch nicht jeder der 21 Single-Männer sei ihr Fall gewesen. «Ein paar waren absolut nichts für mich!» Wenn ihr jemand nicht gefalle, habe sie kein Problem, das direkt anzusprechen, betont sie. Sie wolle sich einfach nie verstellen müssen. «Ich bin direkt, und das ändere ich auch nicht, nur weil ich ein elegantes langes Kleid anhabe und eine Rose in der Hand halte.»
Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet ihrer Meinung nach Grosses. Gewohnt selbstbewusst und provokativ kündigt sie an: «Ich bin die beste Bachelorette, die es je gab!»