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Machen wir es den Beinen leicht!

Frau auf Schaukel

Sommerlaune, farbenfrohe Flip-Flops und hübsche Sandalen: Schade, wenn uns da müde und schwere Beine zu schaffen machen. Deshalb tun wir doch am besten gleich etwas dagegen!

 
Die Venen sind Schwerstarbeiterinnen: Gegen die Schwerkraft pumpen sie täglich 7000 Liter Blut von den Füssen Richtung Herzen. Kommen dann noch sommerliche Temperaturen, langes Stehen oder Sitzen hinzu, ist es kein Wunder, dass sie manchmal einfach streiken.

Rund 50 Prozent der Frauen und etwa ein Viertel der Männer leiden im Sommer unter müden, schweren Beinen. Der Grund: Wenn es warm ist, erweitern sich die Venenwände (dies tun sie bereits ab 23 Grad), der Rückfluss des Blutes staut, was zu schweren Beinen führt. Frauen sind öfter betroffen, weil sie mehr Fettgewebe haben und die Venen bei ihnen stärker gefordert sind. Zudem haben sie mehr Venenprobleme wie etwa Besenreiser und Krampfadern. Müssen sie dann bei der Arbeit noch viel stehen oder sitzen und ist es draussen warm, erhöht sich die Belastung: Schwellungen, Schmerzen und Spannungsgefühle, vor allem in Waden und Füssen, sind die Folge.
Was tun, damit die Beine es im Sommer leichter haben und wir ihn mehr geniessen können? Das Wichtigste ist Bewegung, denn dabei üben die Muskeln auf die Venen Druck aus, sodass das Blut besser zurückfliesst.
 
Wie steht es um die Gesundheit Ihrer Venen?

  • Fühlen sich Ihre Beine öfter müde und schwer an?
  • Sind Ihre Beine oder die Knöchel abends geschwollen?
  • Haben Sie Schmerzen in den Beinen?
  • Haben Sie Spannungsgefühle in den Beinen?
  • Wachen Sie in der Nacht wegen Wadenkrämpfen auf?
  • Haben Sie Besenreiser oder Krampfadern?
  • Gibt es in der Familie (Eltern, Grosseltern, Geschwister) Venenerkrankungen?
  • Leiden Sie bei warmem Wetter vermehrt unter Bein-Beschwerden?

Haben Sie viermal oder mehr mit Ja geantwortet, so wenden Sie sich an Ihren Hausarzt.
 
Das ermüdet die Beine
Bewegungsmangel: Dadurch staut es in den Venen.
Enge Kleider: Sie sorgen für noch mehr Venenstaus.
Lange Bus-, Flug- und Zugreisen: Sie strapazieren die Venen. Tragen Sie Kompressionsstrümpfe. Stehen Sie öfter auf und gehen Sie herum. Ist das unmöglich, stellen Sie die Füsse abwechselnd auf Zehen und Fussballen – eine Minute.
Rauchen: Tut nicht nur der Lunge, sondern auch den Beinen respektive den Venen nicht gut.
Schuhe mit hohen Absätzen: Schwächen den Blutfluss, sodass es vor allem bei den Waden staut.
Übergewicht: Belastet Beine und Kreislauf unnötig.
Wärme: Dosieren Sie Sonnenbäder! Verzichten Sie auf heisse Bäder, Heizkissen und Bettflaschen – im Sommer sollte das ja kein Problem sein.
 
Das muntert die Beine auf
Bewegung: Nehmen Sie die Treppe statt den Lift, gehen Sie beim Telefonieren herum. Schwimmen Sie: Im Wasser nimmt die Schwerkraft ab, die Muskeln ziehen sich zusammen, was den Blutfluss erleichtert.
Vor dem Fernseher: Beine hoch und in der Luft Velo fahren.
Durchblutung: Ein Gel mit Rosskastanien-Extrakt durchblutet und erfrischt die Beine und kräftigt auch die Venen.
Eiswickel: Nehmen Sie eine Schüssel kaltes Wasser. Tauchen Sie ein Handtuch ein, wringen Sie es aus und wickeln Sie es zuerst eine Minute um die rechte, dann um die linke Wade – dreimal wiederholen. Streichen Sie dann mit den Händen von den Waden aus über das rechte und das linke Bein.
Stampfen: Die Sohlen sind auf dem Boden. Stampfen Sie abwechselnd mit dem rechten und linken Fuss auf. Werden Sie immer schneller – zwei Minuten lang.
Hochlagern: So simpel, dass es oft vergessen wird – aber sehr gut!
Luft holen: Tiefes Ein- und Ausatmen kurbelt den Venenrückfluss an.
Wechselduschen: Sie fördern die Elastizität der Venen. Duschen Sie die Beine von unten nach oben. Beginnen Sie mit warm und enden Sie mit kalt.

Buch-Tipp
Petra Mommert-Jauch: «Gesunde Beine – gesunde Füsse», BLV Verlag, Fr. 19.90.

Autor: Tushita M. Jeanmaire
Foto: jump
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